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Mai 31, 2020 9:00 am

Achtung Giftpflanzen

Frühling und Sommer laden zum draußen Spielen ein, aber Achtung selbst im eigenen Garten kann die ein oder andere Gefahr in Form von giftigen Pflanzen lauern. Das Schlimme im eigenen Garten man erwartet dort keine Giftpflanzen.  Deshalb haben wir Euch eine Aufstellung von den häufigsten Giftpflanzen gemacht, die sowohl im eigenen Garten als auch am Waldrand und auf Wiesen vorkommen. Achtung, Vergiftungsgefahr!

Kinder nicht unbeaufsichtigt im Garten lassen

Generell gilt allerdings, die Kids sollten auch im Freien immer im Auge behalten werden. Am besten man klärt sie über die Gefahren auf, sobald sie das verstehen. Bei den Allerkleinsten muss man extrem vorsichtig sein, denn wie wir wissen, stecken sie auch mal gerne schnell etwas in den Mund.  Im Jahresbericht des Giftinformations-Zentrums Mainz wird für das Jahr 2011 eine Zahl von 13.000 Vergiftungsvorfälle bei Kindern angeführt, der eigene Garten steht auf Platz 2, 19,9% aller Vorfälle, hinter der Küche mit 23,2% der häufigsten Orte für Vergiftungsfälle. 

Giftplanzen im eigenen Garten

Bilsenkraut

Beim Bilsenkrauts, oder auch Tollkraut, sind alle Pflanzenteile giftig. Die Samen enthalten die höchste Giftzonzentration gefolgt von den Wurzeln. Wenige verzehrte Samenkörner können für Kinder eine tödliche Dosis darstellen.

Blauer Eisenhut

Der blaue Eisenhut ist extrem giftig, wobei alle Pflanzenteile giftig sind und sein Gift kann sogar durch die unverletzte Haut bei Berührung in den Organismus eintreten. Bereits wenige Gramm seiner Pflanzenteile können tödlich sein, selbst für Erwachsene. Der Eisenhut sollte in Haushalten mit Kindern besser aus dem Garten verbannt werden. 

Christrosen

Christrosen sind gerade um die Weihnachtszeit sehr beliebt und oft auf dem Balkon in Töpfen kultiviert, bevor man sie im Garten einpflanzt. Achtung: Hier sind alle Pflanzenteile giftig. Die höchste Giftkonzentration finden wir in den Wurzeln und den Samenkapseln.  Verantwortlich hierfür sind verschiedene giftige Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Saponine und Protoanemonin. 

Eibe

Wer kennt die Eibe nicht, sie ist in deutschen Gärten sehr beliebt. Rinde, Nadeln und Samen sind hoch giftig. Besonders im Samen ist eine hohe Konzentration des Gifts Taxin, so löst schon der Verzehr von 1-2 Samen schwere Vergiftungen aus. Auch tödliche Vergiftungsfälle sind bereits aufgetreten. 

Engelstrompete

Nicht nur im Garten, sondern auch in Kübeln als Balkonpflanze beliebt ist die Engelstrompete. Kinder lieben die prächtigen Blütenkelchen und wollen sie genauer inspizieren. Aber Vorischt, alle Pflanzenteile der Engelstrompete sich hoch giftig und schon die Einnahme von geringen Mengen können starke Symptome wie Erbrechen, Halluzinationen und Herzbeschwerden hervorrufen.

Fingerhut (Digitalis)

Fingerhut ist gerade auf Waldgrundstücken häufig vertreten und er ist hoch giftig. Bereits der Verzehr weniger Pflanzenteile kann tödliche Vergiftungen verursachen. Mit kleinen Kindern gehört der Fingerhut unbedingt aus dem Garten entfernt!

Gefleckter Schierling

Der gefleckte Schierling ist der giftigste Vertreter der Doldengewächse. Die Einnahme von 0,5g kann selbst für Erwachsene zu tödlichen Vergiftungen führen. Verwechslunggefahr mit den ungiftigen Pflanzen Wiesen-Kerbel, der Schafgarbe und der Petersilie ist gegeben. 

Goldregen

Herrlich anzuschauen, ist im Moment der Goldregen mit seinen vielen Blüten. Was kaum einer weiß, alle Pflanzenteile enthalten gefährliche Giftstoffe. Die höchste Konzentration findet man im Spätherbst in den reifen Samen. Schon 15 Samen können tödliche sein.

Herbstzeitlose

Herbstzeitlose werden häufig mit Bärlauch verwechselt, da sie zur gleichen Zeit am gleichen Ort wachsen.  Auch die Verwechslung mit Krokusen ist möglich, da diese ebenfalls zur gleichen Zeit blühen. Bei Herbstzeitlosen treten die Vergiftungssymptome häufig erst nach 2 bis 6 Stunden auf. Schon geringe Mengen von 0,8mg pro Kilogramm Körpergewicht können eine tödliche Dosis darstellen. 

Maiglöckchen

Die Blätter des Maiglöckchens können leicht mit denen des Bärlauchs verwechselt werden.Das Maiglöckchen ist allerdings extrem giftig und alle Pflanzenteile enthalten gefährliche Giftstoffe. Die weißen, hübschen Blüten und die roten Beeren sind die giftigsten Teile der Pflanze. Das Essen von 1 bis 5 Beeren kann zu Herzrythmusstörungen führen. 

Seidelbast

Der Zierstrauch Seidelbast, auch Kellerhals oder Beißbeere enhält in Rinde und Samen Giftstoffe. Die roten Beeren enthalten hochgiftigen Pflanzensamen, schon 10 Beeren sind für Kinder tödlich.Das Gift des der Pflanze kann auch durch die Haut aufgenommen werden.

Stechapfel

In deutschen Gärten sehr beliebt ist der schöne und giftige Stechapfel. Blüten und Samen sind für Kinder besonders gefährlich. Achtung: im unreifen Zustand sind sie süß und schmackhaft, was dazu beiträgt, dass Kinder sie in größeren Mengen essen könnten. Schon 15 Samen des Stechapfels können für Kinder eine tödliche Menge an Gift enthalten.

Riesen-Bärenklau

Auf Waldgrundstücken, an Waldrändern und auf Wiesen zu finden, ist der Riesen-Bärenklau, der eine Höhe von über 3,5 Metern erreichen kann. Enthalten sind Substanzen, die in Verbindung mit Sonnenlicht phototoxisch wirken und zu schmerzhaften Quaddeln, Blasen und nur schwer heilende Verbrennungserscheinungen führen. Die Pflanze ist insgesamt giftig, ihr Saft ist eine besondere Gefährdung.Ist ein Kind in Kontakt mit dem Riesen-Bärenklau geraten, sind die betroffenen Stellen sofort vor Sonnenlicht zu schützen und umgehend ein Arzt aufzusuchen.

Tollkirsche

Im Moment blühen die Tollkirschen im Wald. Alle Pflanzenteile enthalten halluzinogene Tropanalalkaloide. Besonders gefährlich sind die Früchte der Tollkirsche, die an leckere Kirschen erinnern. Schon wenige Beeren können bei Kindern zu Vergiftungserscheinungen führen. Diese sind Pupillenerweiterung, Herzrasen, Rötungen der Haut oder Halluzinationen führen.

Wunderbaum

Der Wunderbaum, auch als Christuspalme genannt, aus dem Rizinusöl gewonnen wird, hat extrem giftige Samenschalen. Bereits die Aufnahme von wenigen Samen kann tödlich wirken. Vorsicht gilt auch bei den folgenden Pflanzen, da sie höchst ungenießbar sind. 

Alle angeführten Pflanzen sind auch für unsere Haustiere giftig. Diese Liste erhebt nicht das Recht auf Vollständigkeit.

Morgen in unserem Folgebericht erfahrt Ihr was Ihr bei einer Vergiftung tun könnt, sämtliche Kontakte zu den Giftzentralen und weitere Pflanzen, die körperliche Symptome hervorrufen, stellen wir Euch auch vor.

Fotos: Von Lizmyosotis, Von R. Maximiliane, Von Max_555, Von FloriCos, Von Johann Trois, Von Natalia van D, Von Manfred Ruckszio, Von Freebird7977, Von shutternelke, Von Esich Elena, Von Edda Dupree, Von Daolauong Kamkhom, Von jps, Von PhotoSGH

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