Wie man Gelassenheit gewinnt, wenn kein Plan funktioniert  

„Leben ist das, was einem passiert, während man eifrig dabei ist, Pläne zu machen.“ Dieses Sprichwort habe ich vor meinen Kindern nie verstanden. Erst seit dem zwei kleine Lebewesen unseren Alltag aufmischen, weiß ich, dass Kinder nicht viel von Plänen halten. Im Gegenteil: Meine Jungs schaffen es fast täglich, meine Pläne zu durchkreuzen.

Ein paar Beispiele aus meinem Alltag

Letzte Woche zum Beispiel wollte ich meinen Sohn eher vom Kindergarten abholen und mit ihm in den Zoo gehen. Anders als erwartet, wollte er aber partout nicht eher nach Hause gehen und viel lieber im Sandkasten mit seinem Freund spielen. Im letzten Urlaub hatten mein Mann und ich die glorreiche Idee, spätabends loszufahren, so dass wir die 8 Stunden auf der Autobahn Nachts verbringen, während die Kinder schlafen. Es konnte ja keiner ahnen, dass es für die Kids viel spannender war, im Dunkeln die Sterne durchs Autodach zu zählen. Und wenn ich schnell ein Video für meinen Youtube-Kanal drehen will, während mein Jüngster seinen Mittagsschlaf abhalten soll, dann ist er ausnahmsweise mal überhaupt nicht müde und verlangt nach meiner Aufmerksamkeit. Egal was ich mir vornehme, ich kann mir sicher sein, dass meine Pläne zu 80% durchkreuzt werden, sobald meine Kinder im Spiel sind. 

Gelassenheit ist die Lösung!

Was hilft mir, wenn mal wieder nichts nach Plan läuft? Gelassenheit! Und die habe ich in den letzten Jahren ordentlich aufgebaut. Doch wie geht das? Wie wird man gelassener und wie schafft man es, Dinge hinzunehmen, die man so nicht geplant hat? Ich habe dazu ein wenig recherchiert und hier die besten Tipps gesammelt, die dir vielleicht auch helfen: 

Such dir ein Vorbild

Lernen am Modell ist sehr hilfreich. Finde jemanden, der Gelassenheit lebt und halte diese Person vor Augen, wenn du Gelassenheit brauchst. Mein persönliches Vorbild ist mein Vater. Er behält immer die Ruhe, auch wenn die Welt zusammenzubrechen scheint. Wenn ich mich in einer hektischen Situation befinde, frage ich mich zuerst, wie er reagieren würde. (Er würde sich wohl erst einmal gemütlich hinsetzen und einen Kaffee trinken, um danach eins nach dem anderen abzuarbeiten.)

Frage dich, welche Glaubenssätze an dir kleben

Wenn wir angespannt sind, kleben an uns bestimmte Glaubenssätze, wie zum Beispiel: „Ich brauche Planung für meine Sicherheit“, „Ich will alles unter Kontrolle haben“ oder „Ich muss perfekt sein.“ Wichtig ist also, dass du dir bewusst wirst, welche Glaubenssätze an dir kleben und welche davon dich unter Druck setzen. Im zweiten Schritt solltest du diese Glaubenssätze loslassen. 

Sorge für körperliche Entspannung

Wenn wir gestresst sind, dann geht das meist mit körperlichen Symptomen einher: Der Puls geht schneller, wir sind kurzatmig und können möglicherweise schlechter einschlafen. Für die innere Gelassenheit ist die körperliche Entspannung sehr wichtig. Atme tief ein und aus und mache ein paar Entspannungsübungen. Sorge im Gegenzug dazu, dass du dich ausreichend bewegst. All das sind gute Voraussetzungen um auch eine mentale Gelassenheit zu erlangen.

Lass die Hektik los

Die heutige Zeit ist geprägt von Multitasking und Zeitdruck. Mach eins nach dem anderen und lass dich nicht von anderen Dingen ablenken. Konzentriere dich auf nur eine Aufgabe oder eben auf den Moment mit deinem Kind, welches dich möglicherweise von der Arbeit abhält. Und frage dich hin und wieder, was im schlimmsten Fall passiert, wenn du jetzt diese eine Sache nicht sofort machst.

Fahre deinen Ehrgeiz zurück

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich tendiere gerne dazu, mir zu viel vorzunehmen. Ich habe eben viele Ideen im Kopf und möchte sie gerne am liebsten alle umsetzen. Doch das klappt eben nicht. Weniger ist manchmal mehr. Gehe noch einmal deine To-do-Liste durch und schaue nach, welche Aufgabe wirklich sein muss. Vielleicht kannst du den ein oder anderen Punkt streichen.

Also: Mach dir hin und wieder bewusst, dass du nicht alles planen kannst und plane einfach in Zukunft ein, dass unvorhergesehene Dinge passieren können. Vielleicht ist das, was passiert, sogar viel schöner als das, was du geplant hast.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine entspannte Woche!

Herzlichst Dunja

Dunja Schenk ist Expertin für Effizienz und Autorin von dem „Anti-Stress-Trainer für Working Moms“

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Beitragsfoto: Von GRJ Photoshutterstock.com

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