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Dezember 14, 2019 9:00 am

Aus dem Wollkorb geplaudert: Socken sind gar nicht so schwer

Was darf bei einer Strickserie auf keinen Fall fehlen? Natürlich Socken! Als ich noch nicht wusste, wie sie gingen, dachte ich, ich lerne das nie. Ich habe über Anleitungen gegrübelt und nicht verstanden, wie die Ferse funktionieren soll. Gott sei Dank hatte ich zu diesem Zeitpunkt meine liebe Oma noch. Obwohl sie schon selber lange nicht mehr stricken konnte, hat sie sich mit mir hingesetzt und mit mir meine allererste Socke gestrickt. Sie war zwar total unförmig und für mich viel zu klein, aber sie hat mir die Tür in die Welt des Sockenstrickens geöffnet.

Nun beherrsche ich einige Fersen und kann Socken von der Spitze zum Bündchen und vice versa stricken. Und wenn ich ganz schnell ein Paar neue Socken brauche, dann sieht man mich auch schon mal dabei, wie ich zwei Socken gleichzeitig auf einer Nadel habe. 

Obwohl ich nun einige Fersen kenne, komme ich immer wieder gerne auf meine allererste Ferse zurück, die, die mir meine Oma beigebracht hat. Ich habe sie mittlerweile schon einigen Freunden und deren Mütter beigebracht und nun freut es mich, dass ich Omas Ferse auch mit euch teilen kann.

Vorkenntnisse:
Maschen anschlagen
in Runden stricken
Maschen seitlich aufnehmen
Maschen rechts zusammenstricken
Maschen rechts verschränkt zusammenstricken
Maschen abketten

Material:
2,5 mm Nadelspiel (am besten ist Bambus für den Anfang)
1 Strang bunte Sockenwolle (für mich Größe 37 brauche ich 400 m)
Mut 🙂

Ihr schlagt nun 40 Maschen an und verteilt diese gleichmäßig auf eure vier Nadeln, eine Nadel im Nadelspiel ist immer die Arbeitsnadel (sorry, bei mir ist leider eine Bambusnadel abhanden gekommen, wie ihr seht, geht es auch mit insgesamt 4 Nadeln). Schließt die Maschen zu einer Runde und strickt nun im Wechsel rechte und linke Maschen. 

Seid ihr zufrieden mit der Länge dann nehmt die ersten 20 Maschen auf eine einzige Nadel. Die anderen 20 Maschen lasst ihr auf den beiden restlichen Nadel ruhen. Nun strickt ihr in Reihen weiter und zwar so:

Außenseite: Hebt die erste Masche ungestrickt ab, strickt bis zum Ende der Reihen alle Maschen rechts

Innenseite: Hebt die erste Masche ungestrickt ab, strickt 4 Maschen rechts, dann bis 5 Maschen vor Schluss alle Maschen links stricken und die letzten 5 Maschen strickt ihr wieder rechts.

Macht dies so lange im Wechsel bis ihr eure gewünschte Fersenlänge erreicht habt. Jetzt wird es ein wenig schwieriger, aber keine Sorge, ich bleibe bei euch 🙂

Ihr endet die Reihen mit einer Außenseitenreihe. Nach der letzten Masche geht ihr die Seite entlang und nehmt in jeder gestrickten Reihe eine Masche auf. Merkt euch, wieviele Maschen ihr nun aufgenommen habt, denn ihr müsst dies auf der gegenüberliegenden Seite genauso machen.

Nun strickt ihr alle Maschen, die ihr vorhin pausiert habt, rechts. Mit der leeren Arbeitsnadel nehmt ihr nun an der Seitenwand entlang die gleiche Anzahl an Maschen auf bis zuvor und strickt dann noch 10 Maschen rechts von der Ferse. Diese Nadel ist übrigens nun euer Rundenanfang. Ihr solltet jetzt zwei Nadeln mit jeweils 10 Maschen haben und zwei Nadeln mit 10 Maschen+die neu aufgenommenen (ab jetzt Fersennadeln)

Jetzt strickt ihr folgende Runden im Wechsel:

Ihr strickt bis zu den letzten drei Maschen der zweiten Fersennadel. Dann strickt ihr zwei Maschen rechts zusammen. Danach strickt ihr normal rechts weiter bis zu den ersten drei Maschen auf der ersten Fersennadel. Eine Masche normal rechts, zwei Maschen rechts verschränkt zusammenstricken.

Eine Runde normal rechts stricken.

Jetzt strickt ihr diese beiden Runden im Wechsel bis auf den Fersennadeln genauso viele Maschen sind, wie auf den beiden andere Nadeln. Von nun an strickt ihr in Runden weiter ohne Abnahme, bis ihr die gewünschte Fußlänge ohne Spitze erreicht habt.

Die Spitze funktioniert jetzt ähnlich wie die Ferse:

Auf der ersten Fersennadel strickt ihr eine Masche rechts, dann zwei rechts verschränkt zusammen. Nun geht es rechts weiter bis zu den letzten drei Maschen der Fersennadeln. Dort strickt ihr zwei rechts zusammen, dann eine rechts. Das wiederholt ihr nun genauso auf der Fußrückenseite.

Dann strickt ihr eine Runde ohne Abnahme.

Diese beiden Runden wechselt ihr solange ab, bis ihr nur noch insgesamt 8 Maschen auf den Nadeln habt. Diese kettet ihr ab und vernäht das Loch.

Gratuliere! Ihr habt nun eine Socke gestrickt! Jetzt dürft ihr gleich noch die zweite genau gleich dazu stricken.

Wenn ihr beide Socken fertig habt, könnt ihr mit Hilfe von Socken-Stop noch Anti-Rutschpunkte auf eure Wollsocken machen. Das empfehle ich vor allem, wenn ihr rutschige Böden habt und die Socken vor allem drinnen getragen werden sollen. 🙂

Für verschiedene Sockengrößen könnt ihr euch gerne an die Tabelle von Schachenmayr halten. Sie sagt euch, wieviele Maschen ihr für welche Größe anschlagen müsst und wie lange der Fuß von Ferse bis zur Spitze ungefähr sein muss. (Achtung: die weiteren Angaben in der Tabelle richten sich an eine andere Art die Socken zu stricken und können für diese Anleitung ignoriert werden.)

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