Bayerns Uhren ticken auch bei dem Austritt aus dem Corona Ausnahmezustand etwas anders als in den anderen Bundesländern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte „Wir bekommen das Virus langsam unter Kontrolle“, weist aber darauf hin, dass solange es keinen Impfstoff oder kein Medikament gebe absolute Vorsicht geboten sei und man kein Risiko eingehen dürfe. Es ist wichtig zu lernen mit der Pandemie zu leben.

Oktoberfest abgesagt

Deshalb wird es weiterhin in Bayern keine Veranstaltungen geben, Grossveranstaltungen und große Volksfeste, wie das Oktoberfest, werden sogar in diesem Jahr gar nicht stattfinden können, so der Ministerpräsident. 

Schulbetrieb in Bayern

Der Schulbetrieb soll in Bayern ab dem 27. April schrittweise wieder aufgenommen werden, auch hier erstmal nur für Abschlussklassen, damit diese mit der Prüfungsvorbereitung anfangen können.  Dies sind ca. 14 Prozent aller Schülerinnen und Schüler, so Kultusminister Michael Piazolo. Es ist geplant, dass frühestens am 11. Mai die Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. In den Schulen stehe der Infektionsschutz an der erste Stelle, deshalb werde man nur in kleinen Gruppen von 10 b 15 Schülern unterrichten, der Mindestabstand müsse eingehalten werden, bestimmte Sitzordnungen und ein eventuell versetzter Schulbeginn seien notwendig. Es werde Sonderregelungen für das Verhalten an Schulen geben, die Pausenhöfe dürften nicht besucht werden und Mensabetrieb und der Pausenverkauf müssen unterbleiben. 

Grundschulen und Kitas bleiben geschlossen

Grundschulen und Kitas bleiben vorerst zu. In dem Bereich soll die Notfallbetreuung ausgebaut werden, vor allem für berufstätige Alleinerziehende. 

Maskenpflicht wird ebenfalls nicht eingeführt, sondern Söder appelliert vielmehr an die Bürger Masken im öffentlichen Bereich zu tragen. 

Öffnung einiger Geschäfte ab 20. April

Ab Montag, den 20. April sollen schrittweise Baumärkte, Gartencenter, Gärtnereien öffnen. Eine Woche später ab dem 27. April werden wie bundesweit auch Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter große Läden öffnen dürfen. Shopping-Center sollen weiter geschlossen bleiben. Zum Friseur und zur Fußpflege können die Menschen in Bayern ab dem 4. Mai wieder gehen, aber mit einem Maskengebot und entsprechenden Abstandsregeln. Der Gastronomie- und der Tourismus-Bereich bleiben erstmal geschlossen. 

Ab Mai kann sich Markus Söder je nach Infektionslage vorstellen, dass Gottesdienste wieder stattfinden können, allerdings benötige man dazu ein klares Konzept.

Auslandsurlaub

Urlaub in anderen Ländern wird in diesem Jahr ins Wasser fallen müssen.  „Dass Urlaub in anderen Ländern im Sommer so leicht möglich ist, schätze ich aus gegenwärtiger Sicht eher als unwahrscheinlich ein“, so der Ministerpräsident . „Das ist bei der Situation in den Ländern um uns herum, unseren klassischen Urlaubsländern, die wir haben – Spanien, Italien oder Frankreich oder Türkei – eher unwahrscheinlich.“ 

Für die die Gastronomie und Hotellerie im Innland, wäre das von Vorteil sofern die Beschränkungen im Inland bis dahin gelockert sind, damit könne man dann entstandene Verluste versuchen auszugleichen. 

Förderung von Serientests in den Krankenhäusern

Serientests in Krankenhäusern sind im Gespräch, das Gesundheitssystem wird weiter ausgebaut und es sollen mehr Intensivbetten geschaffen werden, damit bald wieder normale OPs möglich werden.

In allen anderen Punkten schließt sich Bayern den Beschlüssen von gestern an. 

Beitragsfoto: Von Rico Markusshutterstock.com

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