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Juni 9, 2019 9:00 am

Beziehung statt Erziehung

Beziehung statt Erziehung – ein neuer Erziehungstrend ?

Ist bedürfnisorientierte Erziehung ein neuer Modetrend oder was steckt dahinter? 

Ich von @mamavonlealoewin möchte unseren Weg beschreiben. Ich denke da an keine besondere Methode, keinen Stil oder an einen Trend. Es ist eine komplette Einstellung.

Begegnen auf Augenhöhe

Ich begegne Lea auf Augenhöhe und gehe (von Anfang an) in Beziehung mit ihr. Wir kooperieren von Anfang an. 

Wird sie wütend beim Wickeln, versuche ich sie zu verstehen und sie mit einzubeziehen. Möchte sie nichts mehr essen, darf sie aufstehen und spielen und muss nicht sitzen bleiben. Lea muss auch nicht „Bitte“ und „Danke“ sagen, oder sich entschuldigen (dazu findet ihr ganz aktuell Beiträge bei mir auf dem Account).

Kooperation als probates Mittel

Das beste Mittel, um Kindern auf Augenhöhe zu begegnen, ist mit ihnen zu kooperieren. Darf Lea etwas nicht, dann ist meine Aufgabe zu kooperieren. Am einfachsten wäre es, die Sachen wo anders zu verstauen, damit ich nicht ständig am „nein“ sagen bin. Bei einem „Nein“ ohne Kooperation könnte man das Wort auch durch jedes beliebige andere Wort, wie z.B. „Ente“ „Hallo“ ersetzen. Ohne Handlung begreift das Kleinkind nicht, was jetzt zu tun ist. Es ist wichtig, ihr zu zeigen, was sie denn jetzt statt dessen tun soll. 

Ich versuche ihr dann eine Alternative anzubieten.

Soll sie die Puppe nicht ins Klo werfen, und ich sage „Wirf die Puppe nicht ins Klo“, dann hört sie „Puppe und Klo“ und zack die Puppe landet im Klo. Deshalb versuche ich das Wort „nicht“ wegzulassen. 

Genau so mit dem Essen. Essen soll was Schönes sein, essen soll gemütlich sein. Seit Lea anfängt, mit dem Essen zu schmeißen. Wird es manchmal etwas ungemütlich. Ich werde ungern mit Tomaten beworfen  aber auch hier bleibt nichts anderes übrig als zu kooperieren. Ein klares „Nein“, und dann sage ich ihr was sie tun soll. „Lea, wenn du keine Tomaten willst, dann lege sie bitte hier hin.“ Ich versuche ihr mehr Aufmerksamkeit dafür zu schenken was sie tun soll, statt völlig auszuflippen, wenn sie wieder mit Tomaten schmeißt. Aber auch hier ist es wichtig zu wissen, ICH bin genervt und Lea ist NICHT für meine Gefühle verantwortlich. Übrigens fand Lea das „Ausflippen“ so spannend, dass sie noch mehr mit Sachen geworfen hat. Klar, das ist bei so einer besonderen Reaktion kein Wunder. 

Kind wird als gleichwertiger Mensch gesehen

Wir sehen Lea als gleichwertigen Mensch an. Kommt eine Freundin zu dir und sagt „Ich habe Streit mit meinem Freund“, würdest du versuchen sie wieder aufzumuntern. Beispielsweise „Komm wir trinken einen Kaffee, dann kannst du mir in Ruhe alles erzählen.“ Werden Kinder wütend, erlebe ich es oft, dass sie einfach ignoriert werden oder nicht ernst genommen. 

Es ist eigentlich nicht schwer #Behandledeinkindsowiedubehandeltwerdenmöchtest. Gleichwertig und auf Augenhöhe. Es ist nicht immer einfach, die Frustration zu verstehen. Aber es ist ja auch egal, Hauptsache wir sind für unsere Kinder da. Es liegt in unserer Verantwortung mit ihnen zu kooperieren. Und glaubt mir, es ist nicht immer einfach… Aber es ist möglich und genau dieser Weg ist für uns der Richtige. 

Mehr über diese Erziehungsmethode und ihre Bewährung im Alltag erfahrt Ihr auf hier

Habt Ihr selbst bereits Erfahrungen mit diesem oder anderen ungewöhnlichen Erziehungsansätzen gemacht, dann teilt Eure Erfahrung mit uns und unseren Lesern. Schreibt an die Redaktion

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