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Februar 27, 2020 11:00 am

Der kleine Murps

unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

Bruno hat es gehörig satt, Papas „Hase“, Omas »Mausilein« und sowieso Mamas »kleiner Murps« zu sein. Deshalb hat er eine Idee, er wird an jedem Tag der Woche einfach jemand ganz anderes sein, ein grüner Gurps, ein riesengroßer Purps, ein unsichtbarer Durps oder ein gefährlicher Knurps …. Und dann kommt der Tag an dem Bruno ein Lurps wird, der den ganzen Tag Geburtstag feiert und Torte ißt. Am Ende wünscht sich Bruno nur noch eins, nämlich nur Bruno zu sein und sonst gar nichts. 

Eine wunderschöne Geschichte für alle Kinder, die sich gerne mal in anderen Rollen ausprobieren möchten, und noch viel lieber sie selbst sind. Lustig, warmherzig, liebevoll illustriert von Claudia Burmeister.

Gebundene Ausgabe: 36 Seiten, Größe 22,3 x 1 x 29,7 cm

empfohlenes Alter: 4 – 6 Jahre

Verlag: Freies Geistesleben; Auflage: 1 (23. August 2017

ISBN-13: 978-3772528873

Zum Buch geht es hier

Ein wunderschönes, fantasievolles und empathisches Bilderbuch, was uns mit dem kleinen Murps die Woche in täglich wechselnden Rollen erleben läßt. Bruno ändert nicht nur täglich seinen Namen, sondern auch die mit der neuen Identität verbundenen Eigenschaften nimmt er an. 

Wechselnde Rollen leben

Der Leser erfährt, dass Bruno sich eigentlich nichts mehr wünscht, als einfach nur Bruno, also er selbst zu sein. Die Kosenamen von Mama, Papa und Oma mag er gar nicht. Hiermit bekommen wir als Erwachsene den Spiegel vorgehalten. Wir sollten mehr auf die Bedürfnisse unserer Kinder eingehen, uns Zeit nehmen sie zu erkennen und sie dann auch im Rahmen des Möglichen umzusetzen. Spitznamen mögen uns toll erscheinen, aber der Betroffene empfindet nicht unbedingt genauso. Die Kosenamen kann man als Synonym für viele andere Dinge ansehen, wo wir nicht wirklich auf die Kinder eingehen. Eine gewaltige Lernaufgabe für uns Erwachsene enthalten in einem wunderschön gestalteten Kinderbuch. 

Identitätsfindung und Selbstsicht

Den kleinen Lesern macht das Buch Mut sich mitzuteilen und zu sehen, was ihnen wirklich gut tut und dies zu äußern, wenn es nicht anders geht auch auf eine ungewöhnliche Art und Weise.  Die Autorin thematisiert das wichtige Thema Identitätsfindung und  Selbstsicht in diesem Kinderbuch auf humorvolle, mitfühlende, sensible,  fröhliche Art und Weise. 

Feinfühlig und sensibel

Brigitte Werner ist es gelungen, das wichtige Thema der Identitätsfindung in eine wunderschöne Geschichte zu integrieren. Ihr Schreibstil ist unglaublich leicht, empathisch, fröhlich, feinfühlig und liebevoll. Claudia Burmeister vertieft die Inhalte durch ihre ungewöhnlichen, ausdrucksstarken, detailgetreuen, tiefsinnigen Illustrationen. Die Illustrationen vermögen es die Gefühle der Leser auf eine besondere Weise anzusprechen. 

Kinder sind begeistert von dem kleinen Murps, werden aber gleichzeitig dazu angeregt im Nachgang über sich und ihre Leben nachzudenken und zu reflektieren. Außerdem werden sie ermutigt sich selbst einmal auszuprobieren.  Nach dem Vorlesen wird es zu einigen weiterführenden Gesprächen kommen, in denen die Kleinen ihre Fragen und Anregungen besprechen wollen. Und der ein oder andere wird auch erklären, dass er jetzt der kleine Murps ist. 

Fazit: Ein ebenso lustiges, wie tief gehendes und sensibles Buch, was den Kindern das schwierige Thema Selbstfindung und Selbstsicht auf liebevolle und warmherzige Weise näher bringt. Sehr zu empfehlen. 

Cover: Freies Geistesleben

Fotos: Kirsten Hilling

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