grid | list

Oktober 19, 2019 9:00 am

Der Parasol

Es ist Pilzzeit oder wie man in Bayern sagt, Schwammerlsaison. Ich höre viele schon sagen, „Wir wollen uns doch keine Pilzvergiftung einfangen.“. Stimmt, das will keiner, deshalb möchte ich Euch heute einen Pilz vorstellen, denn man kinderleicht erkennen kann, den Parasol. 

Gerade Kids sind von diesem Pilz total begeistert, denn er sieht aus wie ein Sonnenschirm und schmeckt dazu noch besonders lecker. Kinder lieben es in den Wald zu gehen und Pilze zu sammeln. Unglaublich, was sie dort alles entdecken. Ihr werdet sehen, sie jubeln bei jedem Pilz, der in den Korb wandert. Man sollte ihnen erklären, dass man für den Anfang erstmal nur den Parasol oder Riesenschirmling sammelt und sie darüber informieren, dass es durchaus auch giftige Pilze gibt, man also nicht alle sammeln und essen kann. 

Warum der Parasol auch Riesenschirmpilz heißt, lässt sich leicht nachvollziehen, erinnert er seinem ausgewachsenen Stadium an einen großen aufgespannten Sonnenschirm. Der Hut  kann von  10 cm bis hin zu 35 cm werden. 

Parasol als Jungpilz

Die typischen Parasol Merkmale des Parasol 

Die typischen Merkmale des Riesenschirmpilzes sind zum einen sein großer Hut, der oben braun geschuppt ist. Die Oberfläche ist leicht rau, hat eine beige bis cremeweiße Farbe und braune Schuppen darauf. Auf der Hutunterseite sind weiße bis cremefarbene Lamellen, die nicht direkt mit dem Stiel verbunden sind.

Der Stiel des Riesenschirmpilzes ist unten knollig verdickt und man kann ihn leicht aus der Erde ziehen. Ein ganz typisches Merkmal für den Parasol ist sein Stiel, der braun genattert ist und einen doppelten hellen Ring unterhalb des Schirms hat, den man frei verschieben kann.  Sein Fleisch behält beim Schneiden seine ursprünglichen Farbe.

genatterter Stiel mit typischem verschiebbaren Ring

Standort des Parasol

Er bevorzugt nährstoffreiche Böden und ist von Juli bis November zu finden.

Der Parasol lebt saprobiontisch, er ernährt sich also von abgestorbener organischer Substanz in Zersetzung. Diese bekommt er in der Streuschicht von Wäldern, im nährstoffreichen Untergrund der Bodenschichten auf Wiesen und Weiden, Weg- und Waldrändern und manchmal sogar in Gärten. Bevorzugte Gebiete sind lichtdurchflutete Buchen-, Eichen-, Fichten-Wälder, oder Grünflächen vor diesen Gebieten. Er bevorzugt lehmige, frische Böden mit neutralem pH-Wert und viel nährstoffreicher organischer Masse.

Verwechslungsgefahr

Wie bei allen anderen Pilzen gibt es auch beim Parasol eine geringe Verwechslungsgefahr mit dem Spitzschuppige Stachel-Schirmling und dem Safranschirmling. Immer auf alle Merkmale achten, dann ist man auf Seite Nummer sicher. 

Zubereitung

Besonders lecker ist der Parasol als gebackener Hut. Man entfernt den Stiel und schneidet den runden Schirm dann je nach Größe in 2 Hälften oder auch in Viertel. Diese werden dann paniert und in Öl für ca. 15 Minuten gebrachten. Am besten man verarbeitet die Pilze sofort nach der Ernte, das ist jede Menge Spaß für die Kinder und sie bekommen so eine gesunde Einstellung zu ihrem Essen.  Gebackener Parasol

Prima läßt sich aus dem Parasol auch eine herbstliche Suppe zaubern.  Dazu eine klare Gemüsesuppe zubereiten mit Suppengemüse, Karotten, Kartoffelwürfel und frischen Parasolpilzen. Parasol-Suppe

Parasol in Sahnesoße mit Knödeln oder Nudeln ist ebenfalls super lecker. Dazu werden die Parasolstücke in Butter angebraten, ca 15 Minuten braten lassen, dann mit etwas Salz würzen und mit Sahne aufgießen. Noch etwas weiter köcheln lassen und fertig ist ein sehr leckeres Herbstgericht, was die Kinder begeistern wird.

Pilzkorb mit Parasolpilzen

Parasol mit Ei schmeckt ebenfalls sehr lecker. Dazu den Parasol nur in Stücke schneiden oder zupfen, in etwas Butter für 15 Minuten anbraten und danach das Ei darüber geben.

Dass man in Großstädten keine Pilze findet ist ein Fehlglauben, gerade Parasolpilze findet man auch dort an vielen Stellen. In München im englischen Garten, in Frankfurt am Mainufer, in Berlin im Tiergarten und an ganz vielen anderen Orten.

Schickt uns doch mal ein Foto von Euren gefundenen Exemplaren. 

Fotos: Kirsten Hilling

********

Diesen und weitere interessante Artikel findest du in der Barrio App. Hast Du schon? Super! Ansonsten: Hole dir dort Inspiration für Freizeitaktivitäten, verabrede dich in der App mit Eltern in deiner Nähe zu Playdates. Und finde dort außerdem Gutscheine und andere Vergünstigungen. Jetzt App installieren: bit.ly/barrio-app

Unseren Newsletter bekommst Du hier

Kategorisiert in: ,

Stichwörter: