#fragBARRIO – BAM!-Wissen zum 1. Advent

Advent ist was Tolles – aber was genau? Wir liefern euch und euren Kindern knapp und zappzarapp die Knallerfakten zum Glänzen! #fragBARRIO

„Mama, warum müssen wir eigentlich immer so lange warten?“, fragt Lotta, nachdem sie ihr erstes Türchen am Adventskalender geplündert hat: „Wir können doch gleich Weihnachten feiern.“ Könnten wir, ja. Aber dann wäre der besondere Zauber der Vorweihnachtszeit dahin, erkläre ich: „Keine Buchläden voller tanzender Papiersterne, keine Adventslieder im Kindergarten, kein Wunschzettel-Schreiben und keine gold-glitzernden Lichter in den Fenstern der Stadt. Kein Adventskranz, keine Weihnachtsmärkte – und eben auch kein Adventskalender.“ Lotta schließt sorgfältig ihr erstes Türchen und überlegt. „Manchmal ist Warten schon okay“, sagt sie dann.

  • Der Advent hat seinen Ursprung vor vielen hundert Jahren – genauer gesagt im 5. Jahrhundert in Italien. Damals wollte man am letzten Sonntag vor Weihnachten das Fest vorbereiten. Aus heutiger Sicht gab es damals also nur den 4. Advent.
  • Das änderte sich etwa hundert Jahre später: Papst Gregor der Große bestimmte, dass es vier Adventssonntage geben sollte. Daraus entwickelte sich eine Tradition, sogar sechs Wochen lang Advent zu feiern – nämlich weit über Weihnachten hinaus bis zum 6. Januar. Das Datum kennt ihr ja vielleicht als den Feiertag „Heilige Drei Könige“. Diese Tradition hat sich nicht gehalten. Doch in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt haben Schulen bis zum Dreikönigstag geschlossen. Es sind Weihnachtsferien, juhu, und viele Familien nutzen die Zeit zum Ski- oder Schlittenfahren, bevor das neue Jahr so richtig beginnt.
  • In den Adventstagen essen wir meistens viele Plätzchen und Lebkuchen. Früher war der Advent aber eine Zeit, in der man Buße tat (also über seine Fehler nachdachte) und fastete (keine Süßigkeiten oder fettigen Speisen aß).
  • In der Kirche tragen die Messdiener und Geistlichen im Advent genauso wie vor Ostern die Farbe Violett – denn Violett ist für Katholiken und Protestanten die Farbe der Buße und des Fastens.
  • Das Wort „Advent“ kommt übrigens von „adventus“ und bedeutet „Ankunft“ (eigentlich „adventus Domini“, also „Ankunft des Herrn“). Das ist auch gar nicht schwer zu verstehen, weil wir ja auf den Heiligen Abend und Weihnachten warten, wo vor langer, langer Zeit Jesus Christus in einem Stall zwischen Eseln und Kühen geboren wurde.
  • Auf genau dieses Fest bereiten wir uns jetzt vor – also auf die Ankunft von Jesus auf dieser Welt.
  • Mit dem ersten Adventssonntag beginnt übrigens nach katholischer und evangelischer Tradition das neue Kirchenjahr. Für die Kirche ist dieser Tag also so etwas wie Neujahr. Das ist schon eine lustige Vorstellung, wo das ganz normale Kalenderjahr doch jetzt erst so richtig zu Ende geht, bis an Silvester die Raketen knallen, oder?
  • Die Adventszeit ist ja meistens sehr dunkel – wie der ganze Winter. Die Tage sind kurz, die Sonne geht spät auf und auch früh am Nachmittag wieder unter. Deshalb stellen wir in der Adventszeit so gerne schöne Lichter ins Fenster und zünden an den vier Adventssonntagen Kerzen am Adventskranz an.
  • In Schweden feiern Kinder und Erwachsene am 13. Dezember sogar ein eigenes Lichterfest namens „Lucia“.
  • Und ab 1. Dezember dürfen Kinder auch an einem Adventskalender Türchen öffnen – aber wirklich immer nur eins am Tag.

Warum es den Adventskranz gibt, der in Hamburg erfunden wurde, und wie der erste Adventskalender der Welt in München entstand, das erzählen wir euch in den nächsten Folgen von #fragBARRIO – BAM!-Wissen zum 2., 3. und 4. Advent. Dann verraten wir euch auch ein Geheimnis über unsere Weihnachts- und Christkindlmärkte, versprochen!

Weil manchmal ist Warten schon okay – und Vorfreude ist immer noch die schönste Freude, oder?

Veronika Beer liebt es, im Advent durch die dunklen Straßen ihrer Großstadt zu schlendern und sich auszumalen, wer wohl hinter den schönsten Lichtern in den Fenstern zu Hause ist. Mit ihrer Tochter wird sie Zimtplätzchen für den Papa backen und große beleuchtete Papiersterne aufhängen – über die sich hoffentlich auch ihre Nachbarn freuen.

Gemeinsam mit Stefanie Gentner betreibt Veronika den Blog „Verrückt nach München“. Dort berichten sie über ihre Lieblingsstadt, die in der Vorweihnachtszeit besonders charmant daherkommt. Für #fragBARRIO liefern euch beide regelmäßig das BAM!-Wissen zu Feiertagen & Co.

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