#fragBARRIO – Bam!-Wissen zu Heiligabend

An Heiligabend kommt traditionell die Familie zusammen und feiert den Weihnachtsabend. Doch warum ist das in Deutschland am 24. Dezember? Warum wird ein Christbaum aufgestellt? Und wie feiern andere Länder Heiligabend? Wir liefern euch und euren Kindern knapp und zappzarapp die Knallerfakten zum Glänzen. #fragBARRIO

„Wann klingelt das Christkind endlich?“, quengelt Max jedes Jahr an Heiligabend. Dann setzt er sich vor die Wohnzimmertür und wartet und wartet und wartet…

  • An welchem Tag Jesus geboren wurde, weiß keiner so genau. Deshalb legte die Kirche ein Datum fest – und zwar den 25. Dezember. Der 24. Dezember wird in Deutschland und vielen anderen Ländern Heiligabend genannt. Meist findet an diesem Abend die Bescherung statt.
  • Heiligabend feiert jede Familie ein bisschen anders. Die Kinder freuen sich auf die Bescherung am späten Nachmittag oder frühen Abend. Manchmal ertönt dann ein Glöckchen oder die Kinder werden gerufen und dürfen die Geschenke auspacken. Anschließend wird gegessen, und in der Nacht gehen viele Familien gemeinsam zur Mitternachtsmesse, zur sogenannten Christmette.
  • Eigentlich soll es an Heiligabend ja ein Festmahl geben – eine Weihnachtsgans oder einen Karpfen. Vielen Familien ist das aber zu aufwendig. Deshalb werden oft auch ganz einfach Leberkäse oder Würstchen mit Kartoffelsalat serviert. Den Kindern schmeckt das doch eh am besten!
  • Wer die Geschenke bringt, ist übrigens gar nicht so sicher. In manchen Gegenden kommt das Christkind, in anderen der Weihnachtsmann. Das verwirrt die Kinder schon ganz schön. Muss es aber nicht, denn beides ist möglich. Das Christkind kommt vor allem im katholischen Süden, während in Nord- und Mitteldeutschland eher der Weihnachtsmann die Geschenke bringt. Hintergrund: Am Anfang stand als Gabenbringer für die Kinder konkurrenzlos ein Heiliger, nämlich der Nikolaus von Myra  https://magazin.barrio-app.com/fragbarrio-nikolaus/. Dieser mutierte schließlich zum Weihnachtsmann. Martin Luther wollte aber keine Heiligenverehrung und erfand deshalb in der Reformation das Christkind. Ob nun aber ein Kind oder ein Mann die Geschenke bringt, ist den Kindern doch sowieso egal.
  • Weltweit ist der Christbaum ein wichtiges Zeichen für das Weihnachtsfest. Das ist so, weil vor allem Nadelbäume, die immer grün sind, als Symbol des Lebens gelten und für Schutz und Glück stehen. Um es festlicher zu gestalten, haben die Menschen angefangen, ihren Christbaum zu schmücken. Die Dekoration fällt dabei je nach Geschmack sehr unterschiedlich aus. Die Tanne für den Christbaum wird vorher gekauft. Manchmal machen Familien einen Ausflug und schlagen einen Baum im Wald – aber natürlich nur dort, wo es erlaubt ist.
  • Manche finden den Brauch mit der Tanne blöd, weil der Baum nach dem Weihnachtsfest – also nach spätestens zwei Wochen – einfach auf den Müll geschmissen wird. Am besten ist es deshalb, eine kleine Tanne im Topf zu kaufen und später auszupflanzen. Umweltbewusste Menschen schmücken mittlerweile auch immer häufiger Tannenzweige oder ihre Zimmerpflanzen. Das geht natürlich auch.
  • Andere Länder feiern Weihnachten teilweise ein bisschen anders – zum Beispiel so:
    Bei den Amerikanern kommt am Morgen des 25. Dezembers „Santa Claus“ – der Weihnachtsmann – durch den Schornstein und bestückt die aufgehängten Strümpfe der Kinder mit Geschenken. Die Engländer machen das ebenso, nennen den Weihnachtsmann aber „Father Christmas“. In Frankreich kommt der „Weihnachtsvater“ (“Père Noël”), während die Familie zur Mitternachtsmesse in der Kirche ist. Das ist aber nur so etwas wie ein kleiner Vorgeschmack, denn am 25. Dezember kommt er noch einmal wieder – und erst dann findet in Frankreich die richtige Bescherung statt. In Italien gibt’s die Geschenke erst am 6. Januar, wenn die Hexe „Befana“ kommt. In Schweden wird Weihnachten „Julfest“ genannt. Es gibt Geschenke an Heiligabend – aber viel wichtiger ist der 13. Dezember, der Tag der Heiligen Lucia, die mit ihrem Kerzenkranz auf dem Kopf Licht ins im Winter sehr dunkle Schweden bringt. Den Brauch kennt ihr vielleicht aus der Weihnachtsgeschichte von „Peterson und Findus“. Und in Australien ist Heiligabend übrigens besonders ungewöhnlich, denn dort ist dann Hochsommer. Die Menschen treffen sich auf großen Wiesen und singen Weihnachtslieder. 

Bei Stefanie Gentner gibt es an Heiligabend zwar kein opulentes Mahl, aber trotzdem auf jeden Fall viel zu essen. Würstel schmecken doch auch – und machen weniger Stress als Gänsebraten. Was aber absolut nicht fehlen darf: die Plätzchen!

Auf ihrem Blog „Verrückt nach München“ berichten Stefanie Gentner und Veronika Beer über ihre Lieblingsstadt, entdecken Glücksorte und schreiben auch über Umweltthemen. Für #fragBARRIO liefern sie euch regelmäßig das BAM!-Wissen zu Feiertagen & Co.

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