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April 14, 2019 9:00 am

#fragbarrio Palmsonntag

#fragBARRIO – Bam!-Wissen zum Palmsonntag

Viele denken bei Palmen eher an Strand und Urlaub. Damit hat der Palmsonntag natürlich nichts zu tun. Doch was genau hat es mit diesem Tag auf sich? Wir liefern euch und euren Kindern knapp und zappzarapp die Knallerfakten zum Glänzen. #fragBARRIO

„Schau mal, hab ich für dich gebastelt.“ Lea hüpft ihrer Mama freudig entgegen. Warum sie heute im Kindergarten Palmbuschen gebunden und hübsch verziert haben, weiß sie eigentlich gar nicht so genau. An die Geschichte vom feierlichen Einzug in Jerusalem kann sie sich dann aber doch noch erinnern – und fragt: „War Jesus für den Esel nicht zu schwer?“

  • Der Palmsonntag ist kein gesetzlicher, aber ein christlicher Feiertag und findet immer am letzten Sonntag vor Ostern, meist im März oder April, statt. Dieses Jahr ist das der 14. April. Mit ihm beginnt die Karwoche, in der sich viele Christen auf Ostern vorbereiten und sich am den Tod von Jesus Christus und seine Auferstehung erinnern.
  • Aber Stopp! Am Palmsonntag gedenken die Menschen erst einmal an den feierlichen Einzug von Jesus Christus in Jerusalem. Dieser ritt damals auf einem Esel in die Stadt und wurde von der Bevölkerung feierlich empfangen. Als Symbol der Königswürde winkten die Menschen mit Palmzweigen. Sie verehrten Jesus und sahen ihn als ihren Retter an. Denn sie hatten schon viel davon gehört, dass er armen und kranken Menschen geholfen und Wunder bewirkt hatte.
  • Als Vorbereitung auf den Palmsonntag gibt es die Tradition des Palmbuschen-Bindens. Da in Deutschland jedoch keine Palmen wachsen, werden meist die Äste anderer Pflanzen verwendet: zum Beispiel Sal-Weide, Buchsbaum oder Wachholder. Dazu werden Zweige zusammengebunden und teilweise mit bunten Schnüren und Krepppapier verziert. Das machen die Kinder auch gerne im Kindergarten.
  • Besonders beliebt sind übrigens die „Palmkätzchen“. So werden die Zweige der Sal-Weide genannt – mit ihren silbrig-glänzenden Kätzchen. Gerade die Kinder lieben die kleinen weichen Bommel an den Ästen und können die Finger nicht davon lassen.
  • In vielen Städten und Gemeinden wird am Palmsonntag dann eine feierliche Prozession, also ein festlicher Umzug, abgehalten. Die Menschen treffen sich zur Messe, einem Gottesdienst. Dann werden die gesegneten Zweige und Buschen an die Gläubigen verteilt. Manche wandern damit dann dreimal ums Haus, um – so der Volksglaube – Schutz vor Feuer, Krankheit und Unglück zu erbitten. Gesegnete Zweige werden mitunter auch in den Acker gesteckt, für eine gute Ernte. Weit verbreitet ist auch der Brauch, die Zweige auf das Kreuz zu Hause zu legen. Die Buschen vom Vorjahr werden dann an Aschermittwoch verbrannt.

Stefanie Gentner freut sich jedes Jahr wieder über den liebevoll gebundenen Palmbusch ihrer Tochter. Ihr gefällt diese Tradition, bei der die Kinder spielerisch etwas über die Geschichte hinter dem Palmsonntag lernen. 
Auf ihrem Blog „Verrückt nach München“ berichten Stefanie Gentner und Veronika Beer über ihre Lieblingsstadt, entdecken Glücksorte und schreiben auch über Umweltthemen. Für #fragBARRIO liefern sie euch regelmäßig das BAM!-Wissen zu Feiertagen & Co.

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