#fragBARRIO – BAM!-Wissen zum 4. Advent

Der Advent riecht nach Glühwein und Bratwurst. Doch woher kommt der Brauch der Weihnachts- und Christkindlmärkte? Wir liefern euch knapp und zappzarapp die Knallerfakten zum Glänzen! #fragBARRIO

Zwischen Pferdekutschen, Bommelmützen und dicken Häkelschals erklärt Clara, dass man Glühwein nur im Freien trinken darf: „Der ist ja viel zu heiß für unsere Wohnung. Sonst brennt’s noch.“ Und ihr Freund Bruno weiß, dass sich das mit der Bratwurst ebenso verhält: „Man darf nicht im Wohnzimmer grillen! Nur draußen!“ Gut also, dass es dafür all die vielen Weihnachts- und Christkindlmärkte gibt.

  • An vielen Orten wird im Advent ein Weihnachts- oder Christkindlmarkt abgehalten. Dort gibt es nichtalltägliche Lebensmittel wie Lebkuchen, Christstollen, Zuckerwatte und Bratwürste, viel Weihnachtsschmuck wie bunte Sterne und Kunsthandwerk, etwa hölzerne Nussknacker. Dazu hört man Musik aus Lautsprechern – oder, noch viel schöner: von Erwachsenen, die auf einer Bühne sanft Trompete spielen oder Kindern, die gemeinsam Weihnachtslieder singen. In vielen Ländern gibt es diese Märkte nach deutschem Vorbild.
  • So einen Weihnachtsmarkt findet man meistens auf einem zentralen Platz in dem Ort, in dem man wohnt. Erkennen könnt ihr ihn an all den vielen Lichtern und dem Geruch von Glühwein und Bratwurst. In der Mitte steht ein großer beleuchteter Christbaum, der im Dunkeln und mit etwas Schnee auf den Zweigen besonders schön aussieht.
  • Die Weihnachtsmärkte sind aus Verkaufsmessen im Mittelalter hervorgegangen. Damals gab es in den Städten Märkte, die oft nur einen Tag lang dauerten und den Menschen zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit gaben, sich mit Fleisch und winterlicher Kleidung einzudecken.
  • Im 14. Jahrhundert erlaubte man dann auch Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern, ein paar Kleinigkeiten für Kinder auf diesen Märkten zu verkaufen. Es gab auch Stände mit gerösteten Kastanien, Nüssen und Mandeln, was herrlich duftete.
  • Im Jahr 1310 wurde ein Nikolausmarkt in München erstmals in einer Urkunde erwähnt. Im Lauf der Zeit breitete sich die Tradition im deutschen Sprachraum aus. Seit etwa der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Märkte zu einem festen Element in der Zeit vor Weihnachten. Sie werden meistens zum ersten Advent https://magazin.barrio-app.com/fragbarrio-1-advent/ eröffnet, der oft noch in den November fällt.
  • Ganz besonders schön ist der Dresdner Striezelmarkt. Der sächsische Kurfürst Friedrich II. erlaubte 1434 einen eintägigen freien Markt auf dem Altmarkt „am Tage vor dem Heiligen Christabend“, also vor Heiligabend. Auch der Striezelmarkt ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte. Mit mehr als 200 Ständen und zweieinhalb Millionen Besuchern lockt er in den vier Wochen, die es nun dauert, sehr viele Menschen an.
  • Zu den ältesten Weihnachtsmärkten zählt auch der Nürnberger Christkindlesmarkt. 1628 gab es den ersten Nachweis von seiner Existenz – und zwar auf dem Boden einer mit Blümchen bemalten Spanschachtel. Heutzutage ruft am Nürnberger Hauptmarkt immer eine als Christkind verkleidete junge Frau: „Ihr Herrn und Fraun, die Ihr einst Kinder wart, seid es heute wieder!“ Weil so ein Weihnachtsmarkt ist natürlich ein Paradies für Mädchen und Buben – und eben auch für ihre Eltern, die sich dort oft an ihre eigene Kindheit erinnern.
  • Auf einigen Weihnachtsmärkten können Kinder Plätzchen backen, Gläser bemalen, Wunschzettel schreiben und Karussell fahren. Oft schauen auch der Nikolaus oder der Weihnachtsmann vorbei und verschenken Schokolade oder Lebkuchen an die Kinder. So müsste es jeden Tag sein, oder?
  • Häufig werden auf Weihnachtsmärkten Fahrten mit Pferdekutschen angeboten. Hin und wieder gibt es eine Eisbahn, auf der man schwere Holzstöcke auf ein rundes Ziel schießen kann. Wenn ihr Glück habt, werden Weihnachtskrippen mit dem Jesuskind aufgestellt oder Szenen aus Märchen nachgespielt. Manchmal gibt es richtige „lebende“ Krippen, bei denen echte Schafe, Esel und Ziege im Stall stehen.
  • Am allerschönsten aber sind die Weihnachtsmärkte, die das eingesammelte Geld der Besucher für selbst hergestellte Produkte dorthin geben, wo es am meisten gebraucht wird: an arme, kranke und einsame Menschen, für die dann wirklich Weihnachten ist.

Veronika Beer liebt es, wenn ihre Tochter in einem nostalgischen Karussell auf einem Christkindlmarkt mitten im Wald durch die bunte, laute Lichterwelt saust. Immer wenn das Mädchen juchzt, hüpft auch das Herz der Mutter und kitzelt bestimmt genau so wild wie das der Tochter…

Gemeinsam mit Stefanie Gentner betreibt Veronika den Blog „Verrückt nach München“. Dort berichten sie über ihre Lieblingsstadt, die in der Vorweihnachtszeit besonders charmant daherkommt. Für #fragBARRIO liefern euch beide regelmäßig das BAM!-Wissen zu Feiertagen & Co.

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