Liebe Mamas und Papas,

Ihr stellt Euch gerade eine der wichtigsten Fragen in der Schwangerschaft?

Wo soll unser Kind das Licht der Welt erblicken?

Was ist ein Geburtshaus? Wo ist der Unterschied zur Klinikentbindung? Oder doch eine Hausgeburt?

Da besonders in den Großstädten die Geburtsplätze in den Kliniken als auch die Hebammen, die eine Geburt im Geburtshaus oder eine Hausgeburt betreuen schnell ausgebucht sind, ist es hilfreich diese Gedanken bereits im ersten Drittel der Schwangerschaft zu bewegen.

Stellte Euch vor, wie euer Baby wohlig warm, weich und geschützt 40 Wochen im Mutterleib heranwächst.

Alle Töne sind gedämpft, die Farben die es sieht, sind ein warmes Rot und das gedämpfte Blau der Eihäute. Es ist umgeben von sicherndem Fruchtwasser mit der Körpertemperatur der Mutter von 36-37 Grad.

Die Geburt bedeutet für euer Kind diese herrliche Höhle zu verlassen. Besonders schön ist es, wenn es in einer Umgebung entsprechend der „Sanften Geburt“ nach Leboyer auf die Welt kommen darf.

Alle Personen die es empfangen, sollten sich dieses wunderbaren Momentes bewusst sein, denn er gleicht einem Wunder. Gedämpftes Sprechen, eine Zimmertemperatur um 24 Grad und weiche Farben entsprechend den Farben im Mutterleib. Der Raum sollte Gemütlichkeit und Geborgenheit ausstrahlen.

Das Neugeborene soll sanft in der Welt ankommen dürfen und wenn möglich mit einer natürlichen Geburt.

Bei der natürlichen Geburt findet die werdende Mutter ihren ganz eigenen, intuitiven Weg durch die Geburt. Die Hebamme unterstützt sie, ihre beste Geburtsposition zu finden, hilft beim Atmen durch den Wehenschmerz und leitet an, damit die Geburt ohne Schmerzmittel und Technik stattfinden kann. 

Als werdende Eltern sollt Ihr das Gefühl haben, dass Ihr wirklich begleitet seid, alle stressigen Situationen von Euch ferngehalten werden und Ihr sicher sein könnt, dass sowohl Hebamme als auch Arzt im Falle von Komplikationen richtig handeln werden.

Stellt Euch im Vorfeld die Frage: was brauchen wir, um diese schöne Geburtssituation erleben zu können?

Ist es eine Klinik, die alle Standards der modernen Geburtshilfe und Überwachungstechnik bietet?

Eine ambulante Geburt, bei der Ihr direkt nach der Geburt aus der Klinik nach Hause geht.

Ist es ein Geburtshaus was euch eine natürliche Geburt anbietet und ihr nur von eurer Hebamme begleitet werdet?

Oder fühlt Ihr Euch in Eurer häuslichen Umgebung am wohlsten und entscheidet euch für eine Hausgeburt?

Das Geburtshaus:

In einem Geburtshaus haben sich freiberufliche Hebammen zusammengeschlossen, um werdenden Eltern eine familienorientierte, hausgeburtsähnliche Geburtssituation anzubieten. Hier findet Ihr einen Ort, der vor allem die natürliche Geburt ermöglicht. Hebammen unterstützen mit natürlichen, geburtserleichternden Mitteln wie verschiedenen Geburtspositionen, Atemtechniken und alternativen Heilmitteln, wie der Homöopathie und Akkupunktur.

Wenn Ihr Euch frühzeitig in Eurem ausgewählten Geburtshaus anmeldet, haben die Hebammen die Möglichkeit euch bereits in der Schwangerschaft zu begleiten und mögliche Risiken abzuwägen. Sie werden euch beraten welcher Arzt mit dem Geburtshaus zusammenarbeitet und welche Klinik im Notfall in der Nähe ist. Dort stellt ihr Euch ebenfalls vor, für den Fall, dass die Geburt doch nicht so komplikationslos abläuft wie gewünscht.

Der Sinn eines Geburtshauses besteht nicht in der Konkurrenz zu Kliniken oder Hausgeburtshebammen, sondern darin mit so wenig wie möglich medizinisch- technischem Aufwand eine natürliche, selbstbestimmte Geburt in vertrauter Umgebung zu gewährleisten.

Nach der Geburt geht die junge Familie nach Hause und wird auch im Wochenbett von der Hebamme weiterbetreut.

Die Geburtsklinik:

Heute findet ihr auch in den Geburtskliniken gemütliche Kreißsäle vor, mit verschiedenen Möglichkeiten für Geburtspositionen, warmes Licht und einer gemütlichen liebevollen Atmosphäre.

Mit eurem ärztlichen Geburtshelfer und den Hebammen könnt ihr eure Wünsche nach einer natürlichen Geburt, möglichen begleitenden Schmerzmitteltherapien und Notfallmaßnahmen besprechen.

Hier habt ihr den Vorteil, dass ihr das ganze Spektrum an medizinisch-technischer Überwachung findet.

In vielen Kliniken ist heute eine Neugeborenen- Intensivstation angeschlossen oder in der Nähe.

Erkundigt euch, beim Vorstellungsabend, ob euch eure Hebamme über den ganzen Geburtsprozess begleitet oder die Klinik mit einem Schichtsystem arbeitet. Klärt, ob ihr zur schulmedizinischen Versorgung auch mit alternativen Möglichkeiten begleitet werden könnt, wenn ihr euch das wünscht.

Sucht euch eure Klinik frühzeitig aus, lernt die Hebammen und Ärzte kennen und schaut euch die Kreißsäle an, damit ihr zur Geburt eine vertraute Umgebung vorfindet.

Habt ihr euch für eine ambulante Geburt entschieden, könnt ihr nach einer komplikationslosen Geburt als kleine Familie bereits nach Hause gehen.

Im Vorfeld sucht ihr euch eine Nachsorgehebamme, damit ihr im Wochenbett gut versorgt und begleitet seid.

Hausgeburt:

Auch dieser Weg wird heute wieder häufiger von jungen Eltern gewählt. Sie fühlen sich in ihrer häuslichen Umgebung am wohlsten und die werdende Mutter kann sich zu Hause am besten entspannen.

Dazu sucht ihr euch bereits sehr früh in der Schwangerschaft eure Hausgeburtshebamme aus und lasst euch von ihr durch die Schwangerschaft begleiten. Zusätzlich ist es auch bei der Hausgeburt, wie auch bei der Geburt im Geburtshaus wichtig, dass ihr euch zusätzlich in einer Geburtsklinik vorstellt und einen ärztlichen Geburtshelfer im Hintergrund wisst, um im Falle von Komplikationen schnell reagieren zu können.

Voraussetzung für Hausgeburt und Geburtshaus ist eine komplikationslose Schwangerschaft.

Ich wünsche Euch eine schöne Schwangerschaft und das ihr euren ganz eignen Weg zu dem für euch richtigen und liebevollen Platz findet, an dem euer Kind auf die Welt kommen wird.

Liebe Grüße von eurer Stefanie

 

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