BARRIO: Jetzt wo Weihnachten ja demnächst vor der Tür steht: Wie hältst du es damit? Machst du da ganz normal privat Fotos für dich?

D.v.S.: Ich habe eine ziemlich große Familie  – sechs Geschwistern, vier Neffen, zehn Nichten. Da ich Fotografin bin, lag es sozusagen nahe, dass ich die Rolle des fotographischen Chronisten der Familie übernehme. Das bedeutet, dass –  wenn immer sich die Möglichkeit ergibt – fotografiere ich die Familienmitglieder. Ich zeichne alles auf, zeige die Veränderungen, die Kinder, wie sie klein sind und wie sie großwerden.

BARRIO: Auch an Weihnachten?

D.v.S.: Besonders an Weihnachten. Wir feiern jedes Jahr auf dem Hof meines Vaters auf dem Land, es ist dann zwar immer der gleiche Hintergrund, der aber immer dadurch variiert wird, dass ich für jedes Jahr ein neues Motto ausspreche, also zum Beispiel alle in Weiß, oder alle im Pyjama. Das bricht dann ein bisschen mit den typischen, wie ich es nenne „aufgeräumten Weihnachtsbildern“, also denen in den alle brav vor der Kamera sitzen und höflich lächeln. 

BARRIO: Wie schaffst du es, dass ein klassisches Foto wie du es eben beschrieben wirst, nicht langweilig wird?

D.v.S. Nun, wie alles im Leben kommt es auf das Timing an. Bei den Aufnahmen ist es so, dass die Menschen meistens am entspanntesten kurz oder besonders nach dem shooting. Da gilt es dann, wachsam bleiben und diese Momente einzufangen. Ganz lustig finde ich auch die „Trash the dress“ Tradition, die man auch auf Weihnachten anwenden kann.

BARRIO: „Trash the dress“ nennt man doch die Bilder, die am Tag nach der Hochzeit gemacht werden, also wenn der ganze Stress abfällt und man einfach nur noch Spaß hat und auch herumblödeln kann.

D.v.S.: Ja, da ist dann alles erlaubt. Am Tag nach Weihnachten ist eine schöne Gelegenheit dafür, einfach Quatsch zu machen und diese ausgelassenen Momente festzuhalten. Oder man macht ein „the day after New Year “ – das kann auch sehr lustig sein.

BARRIO: Was sind deine Tricks um Kinder zu fotografieren?

D.v.S.Der erste und wichtigste lautet: Es darf vor allem nicht zu lange dauern! Das zweite ist: Sie müssen es als ein Spiel ansehen,  es muss ihnen Spaß machen. Auf keinen Fall sollte man sie zwingen oder ihnen befehlen, sich in irgendeiner Weise zu halten und in die Kamera zu schauen. 

BARRIO: Erlaube mir diese Frage zum Schluss: Was wärst du eigentlich geworden, wenn du nicht Fotografin geworden wärst?

D.v:S (ohne zu zögern): Abenteurerin! Wobei man sich mit Fotos ja auch in gewisser Weise auf ein Abenteuer begibt. Neue Menschen kennenzulernen und zu versuchen, ungewohnte und wahre Momente einzufangen  – was ist das anderes als ein großes Abenteuer – auch für die Fotografierten? 

Diane von Schoen wurde in München geboren und hat ihre Kindheit im idyllischen bayrischen Voralpenland verbracht. Die gebürtige Halbfranzösin zog nach ihrem französischen Abitur in München erst in die Vereinigten Staaten und dann nach Frankreich, wo sie viele Jahre in mit ihren beiden Kindern, zwei Pferden, zwei Hunden und zwei Katzen  in St. Tropez lebte. Sie hat international ausgestellt und mehrere Preise gewonnen. Diane von Schoen lebt seit Sommer 2018 wieder in ihrer Heimatstadt München.

Wir danken Diane für die tollen Tipps und das Interview. Alle Mamas und Papas, die besondere Weihnachtskarten oder das ultimative Weihnachtsgeschenk haben möchten, können sich natürlich auch direkt an Diane von Schoen wenden. Und das Beste ist Diane kommt sogar zu Euch nach Hause. Euer Partner  wird Augen machen, wenn er Euch oder/und  Eure Kids auf den traumhaften Fotos von Diane unter dem Weihnachtsbaum findet. Die Kontaktdaten sind:

http://www.diane-von-schoen.com

oder Handy +49 176 34 19 14 77       Instagram dianephotographies

 

*********

Diesen und weitere interessante Artikel findest du in der Barrio App. Hast Du schon? Super! Ansonsten: Hole dir dort Inspiration für Freizeitaktivitäten, verabrede dich in der App mit Eltern in deiner Nähe zu Playdates. Und finde dort außerdem Gutscheine und andere Vergünstigungen. Jetzt App installieren: bit.ly/barrio-app