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Mai 20, 2020 9:00 am

Kaiserschnitt: Was kommt da auf mich zu?

Liebe Mamas, liebe Papas,

jedes werdende Elternpaar steht vor der Frage: Welches ist der beste, der gesündeste und sanfteste Weg für die Geburt ihres Kindes? Jede Frau hat ihren ganz individuellen Weg vor sich auf dem der werdende Vater sie nur begleiten kann! Es ist ein wunderbarer Weg und am Ziel bist du Mutter, du Vater und ihr zusammen Eltern. Jedes Paar wünscht sich nichts sehnlichster, dass die Geburt gut verläuft, für die Mutter erträglich ist und das Ungeborene sicher ankommen darf. 

Vertrauen ist das A und O

Ich wünsche euch, dass ihr euch mit tiefem Vertrauen auf euren Arzt/Ärztin, euren Geburtshelfer/in und auf eure Intuition einlassen könnt und die Freude auf euer Baby schon spürbar ist. Nicht immer lässt die Situation eine sanfte natürliche Geburt zu und ein Kaiserschnitt ist die bessere Alternative. Wie auch immer eure Entscheidung ausfällt, sie wird für euch genau die richtige sein. 

Gründe die einen Kaiserschnitt erfordern:

  • wenn Ängste vor einer natürlichen Geburt bei der Mutter zu groß sind
  • wenn das Baby quer oder in Steißlage liegt wird häufig eine Schnittentbindung empfohlen
  • wenn die Plazenta so tief in der Gebärmutter sitzt, dass sie den Ausgang für das Baby versperrt
  • bei Mehrlingsgeburten von drei oder mehr Babys
  • sobald eine Schwangerschaftsvergiftung droht
  • bei Infektionen im Vaginalbereich der Mutter, die eine Ansteckungsgefahr für das Baby darstellen
  • wenn das Baby im Vergleich zum Becken der Mutter zu groß ist 
  • bei früheren Gebärmutteroperationen, die zu Komplikationen bei der natürlichen Geburt führen könnten

Der Kaiserschnitt ist eine Operation, die auch als Schnittentbindung bezeichnet wird. Dabei werden die Bauchdecke und die Gebärmutter der Schwangeren geöffnet, um das Kind direkt aus der Gebärmutter auf die Welt zu holen. 

Die häufigste Variante ist der geplante Kaiserschnitt

Beim geplanten Kaiserschnitt habt ihr euch mir eurem Arzt auf diese Form der Entbindung für euer Baby entschieden. Er wird einige Tage vor dem errechneten Geburtstermin bevor die Fruchtblase platzt oder die Wehen einsetzen durchgeführt. Der Eingriff ist geplant und die Narkosevorbereitung wird schon einige Tage vor dem Termin durchgeführt und letzte Untersuchungen werden gemacht. Auch könnt ihr euch bereits mit der Klinik und allem für euch Wichtigem auseinandersetzen. Der Eingriff kann unter regionaler Betäubung stattfinden und dauert etwa 45-60 Minuten vom Beginn der Vorbereitungen bis zum Moment indem euer Baby auf der Welt angekommen ist.

Narkosevarianten

Für die Operation beim geplanten Kaiserschnitt stehen verschiedene Arten der Narkose zur Verfügung.  Eine Vollnarkose wird heute nur noch in Ausnahmen oder Notfällen durchgeführt. Meist werden die regionalen Betäubungsverfahren Spinalanästhesie oder Periduralanästhesie (PDA) eingesetzt.  Beide Varianten haben den Vorteil, dass du als Mutter die Geburt deines Kindes bewusst miterleben kannst. Du spürst zwar Zug- und Druckgefühle, aber keine Schmerzen.  Die Risiken und Nachwirkungen einer Vollnarkose entfallen. Auch für dein Baby ist die Belastung mit den Narkosemitteln bei einer regionalen Anästhesie deutlich geringer.

Ablauf

An dem Tag, den ihr für den Kaiserschnitt gewählt habt, erfolgen zunächst einige Routineuntersuchungen. Per Ultraschallbild und CTG (Kardiotokografie) überprüfen Hebammen und Ärzte, ob es dem Baby gut geht. Zur Vorbereitung auf die OP werden dir aus Gründen des Infektionsschutzes die Schamhaare rasiert.  Da du deine Blase während des Kaiserschnittes durch die Narkosemittel nicht selbstständig entleeren kannst, wird dir ein Blasenkatheter gelegt. Er bleibt meist bis zum nächsten Tag liegen oder bis du dein Gefühl im unteren Körperbereich wieder vollständig zurückerlangt hast. Zusätzlich werden dir Thrombosestrümpfe angezogen.

Väter im OP-Saal

Der Kaiserschnitt ist die einzige Operation, bei der Angehörige im Operationssaal zugelassen sind. Damit wurde dem Bedürfnis vieler Eltern entsprochen, die Geburt auch unter OP-Bedingungen gemeinsam erleben zu können.  Der werdende Papa sitzt an deinem Kopf. Er kann dich beruhigen und so dazu beitragen, dass du den Eingriff möglichst stressarm erlebt. Manchmal werden Väter vom Operationsteam auch mit kleinen Aufgaben, zum Beispiel dem Halten der Sauerstoffmaske, betraut. 

Am Sonntag, den 24. Mai erfahrt Ihr mehr über die Operationsverläufe der verschiedenen Kaiserschnitt-Varianten.

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