Was wäre wenn… Hast du dich schon mal gefragt, wo du jetzt wärst und was du tun würdest, wenn du keine Kinder bekommen hättest? Ja, das darfst du ruhig sagen, keine Panik.
Heißt ja auch gar nicht, dass du es gerne anders hätte. Ich habe eigentlich schon immer das gemacht, worauf ich Lust hatte, habe die Schule geschmissen, meine Ausbildung abgebrochen und bin mit 20 dann ins Ausland gegangen.
Völlig zufrieden muss ich dazu sagen.

Keine Frage, ich habe mich ausprobiert

Beruflich habe ich so viele verschiedene Bereiche kennengelernt, auch hier immer wieder was Neues ausprobiert, je nachdem ob es mir zu langweilig wurde oder ich spontan mal Lust auf was anderes hatte. Bevor ich meinen Mann kennenlernte, war ich gerade sechs Monate in Australien Backpacken.
Freiheit pur! Alles, was ich besaß, passte in einen überdimensionalen Rucksack und ich war noch nie so frei.
Keine Kohle und das Ungewisse, wo ich eine Weile jobben könnte, um mir für die Weiterreise etwas zu verdienen, waren mein ständiger Begleiter….Abenteuer pur!

Die Frage, ob meine Kids eines Tages auch so sind, stellt sich mir voller Bangen

Obwohl es unter die besten Erfahrungen meines Lebens fällt, mache ich mir natürlich jetzt schon ins Hemd, wenn meine Kinder mal so durch die Welt bummeln möchten. Aber ist ja noch eine Weile hin. Ich war eigentlich noch gar nicht so richtig fertig damit die Welt auf so eine freie Art zu erkunden, doch ich traf dann meinen zukünftigen Mann und aus dem Rucksackreisen und einfach mal los, wurde dann eher ein geplantes Reisen, was auch total schön und einfach anders war.

Dann kam 2016 um die Ecke geflitzt


Im Januar bekamen wir unsere Jungs Seve und TJ und schwupps elf Monate später im Dezember unsere Mädels Lulu und Bella. Dreieinhalb Jahre.
Fast genau dreieinhalb Jahre vom Tag, an dem ich Mama wurde, war ich dann tatsächlich auch “nur” Mama.
Alles andere wurde bis aufs Weitere angehalten.
Kennt ihr diesen Film, wo Adam Sandler mit einer Fernbedienung alles um sich herum auf Pause stellen kann?
Das ist ganz genau wie ich das empfinde, was ich mit meinem eigenen Leben gemacht habe, was nicht Mama-sein war.
Es blieb einfach alles komplett still stehen und das Mama-sein mit vier kleinen Kindern verlief in vollen Zügen.
Tag für Tag, Nacht für Nacht.

Intensive und prägende Zeit

Diese sehr intensive Zeit hat mich sehr geprägt. Zu Beginn habe ich es vor Schlafmangel und Einsamkeit nicht immer gesehen, aber heute weiß ich, dass es genau diese dreieinhalb Jahre waren, die ich gebraucht habe. Für mich. Um festzustellen, was ich wirklich möchte. Inzwischen gewinne ich immer mehr Freiheiten zurück, teilweise geht es mir sogar zu schnell, wenn die Kinder mehrere Stunden in der Schule und im Kindergarten sind.
Aber Schritt für Schritt tue ich mehr und mehr für mich, mehr alleine und mehr mit anderen.

Frage: Wo wäre ich heute, wenn ich nicht …

Soll ich mal raten, wo ich jetzt wäre, wenn ich meinen jetzigen Mann nicht kennengelernt hätte und auch sonst niemanden mit dem ich Kinder gehabt hätte? Wenn ich die Augen schließe, sehe ich einen alten VW Bulli mit Matratze hinten drin. Ich stehe am Strand geparkt, um ein Lagerfeuer herum mit einer Gruppe Menschen.
Die Sonne verabschiedet sich ganz langsam in dunklen orange Tönen direkt überm Meer.
Es spielt jemand Gitarre und alle singen mit, obwohl niemand so ganz genau die Texte kennt.
Es wird viel gelacht und mit einem Bierchen angestoßen.
Ich lehne mich in meinen alten Klappstuhl zurück, schließe die Augen, atme tief durch und frage mich, wie das wohl wäre, wenn ich eine eigene Familie hätte. Wo ich wohl wäre. Wie viele Kinder ich hätte.
Was wäre wenn…

Ich würde keinen Moment meines Lebens ändern

Mit absoluter Überzeugung kann ich heute sagen, ich habe wirklich viel richtig gemacht und würde keinen einzigen Moment meines Lebens ändern, weil sie mich genau da hingebracht haben, wo ich jetzt bin. Klar will ich wieder reisen, mit den Kindern und ja auch mal ohne. Für mich. Ich bereue nichts. Und dass ich das mal sage, hätte ich früher auch nicht gedacht.
Umso wichtiger ist es mir genau davon meinen Kindern etwas mit auf den Weg zu geben.

Das Beste aus unserem Leben machen

Wir leben ja eventuell nur dieses eine Mal, also in dieser Form… oder auch nicht, wer weiß das schon so genau.
Jedenfalls wollen wir ja das Beste daraus machen.
Und genau was “das Beste” ist, darauf kommt es an. Liebe, Familie, Freunde, Lachen, Werte, Prioritäten, Wünsche, Träume… die klitzekleinen und die ganz großen Träume. Die zu verwirklichen darauf kommt es an.
Ich habe so viele davon und bin so aufgeregt sie alle zu erleben.

Was sind deine Träume?

Liebe Rebecca,  mal wieder ein fantastischer Beitrag von dir. Du bist so herrlich authentisch, damit begeisterst du für deine Arbeit und bist anderen Müttern eine große Hilfe. Hab herzlichen Dank. 

Durch den Tag begleiten kann man Rebecca und Family auf @twinsandmoretwins 

Rebecca hat bei BARRIO ihre eigene monatliche Kolumne. Weiter geht es im nächsten Monat mit einem neuen spannenden Thema. 

Beitragsfoto: twinsandmoretwins

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