Ich habe kein eigenes Kind, was kann ich euch also schon darüber erzählen wie man Kinder besser fotografiert? Ganz einfach. Es gibt ein paar Grundregeln, die euch helfen schnell bessere Fotos zu machen. Und als Hundepapa habe ich ungefähr die gleichen Probleme wie Menscheneltern. Das „Model“ ist klein, flink und hat wenig bis gar keine Geduld. 😉
Wir haben also die gleichen Probleme, mit denen wir beim Fotografieren zu kämpfen haben.

Auf den Beispielbildern seht ihr meinen Zwergrauhaardackel Cooper. Und ich kann euch sagen … Geduld für Fotos hat er nur sehr begrenzt.

Auf Augenhöhe fotografieren

Ein gern gemachter Fehler ist, die Fotos aus der eigenen Perspektive zu knipsen. Ich sehe oft Mamis, die aus dem Stehen ihre Kids fotografieren. Von oben nach unten, möglichst noch direkt vor den eigenen Füssen.

Sehr viel mehr als einen wilden Wuschelkopf bekommt man dann auf den Bildern nicht zu sehen.

Auf dem Bild fehlen Bezugspunkte, wie zum Beispiel ein Horizont oder andere Gegenstände. Man sieht nur Model und Boden. Der Körper der Kids wird auch noch ziemlich verzerrt dargestellt. Der Kopf wirkt sehr viel größer, die Beine seltsam gestaucht.

Tut euch einen Gefallen und geht auf die Knie oder in die Hocke. Macht ihr das Bild auf Augenhöhe, dann gibt es keine perspektivische Verzerrung … euer Nachwuchs hat dann die richtigen Proportionen. Das Bild wirkt dann auch nicht mehr so „von oben herab“ (im wahrsten Sinne des Wortes).

Geht näher heran

Unter Fotografen gibt es eine lustige Redensart. „Ist das Bild schlecht, war der Fotograf nur zu faul näher heranzugehen.“ Das trifft auf sehr viele Schnappschüsse zu, die man von Freunden gezeigt bekommt … und auch ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich viel zu weit von meinem Model entfernt stehe.

Auf diesem Bild erkennt man eine Menge … aber leider nicht das, worauf es ankommt. Cooper war mal wieder recht flink unterwegs oder möglicherweise war der Fotograf auch zu langsam oder zu faul. 😉

Macht man sich die Mühe näher heran zu gehen, dann wird aus einem Landschaftsbild mit irgendwas drin, plötzlich ein Portrait mit Hintergrund.

Die Drittel Regel

Dieses Bild kann man auch gleich für eine gute Hilfestellung benutzen. Die Drittel Regel.

Viele Kameras blenden euch schon beim Fotografieren ein Raster aus 2 waagerechten und 2 senkrechten Linien ein, die das Bild in gleich große Drittel einteilen. Diese richten sich nach dem sogenannten Goldenen Schnitt.

Wenn man darauf achtet, dass man das Hauptobjekt auf eine der Linien legt … oder besser noch auf den Schnittpunkt zweier Linien, dann bekommt das Bild automatisch mehr Spannung. Es entsteht oft ein Gefühl von Bewegung und Action, die man nicht erreicht, wenn das Baby, das Kind, der Hund oder was auch immer man gerade fotografiert, genau in der Mitte des Bildes platziert wird.

Durch eine Platzierung in der Mitte des Bildes … schlimmer noch, wenn das ganze auch noch den gesamten Bildausschnitt einnimmt … wirkt das Bild langweilig und statisch.

Portraitmodus / Tiefenschärfe

Je nach dem, mit was ihr fotografiert, könnt ihr ein weiteres cooles Hilfsmittel benutzen … die Tiefenschärfe. Fotografiert ihr mit einer guten Kamera, dann könnt ihr die Blende öffnen (kleine Blendenzahl). Dadurch wird das fokussierte Objekt scharf abgebildet, Dinge die sich in einer anderen Entfernung zur Kamera befinden werden leicht (oder sehr) unscharf.

Bei dem meisten Smartphones habt ihr einen „Portraitmodus“, der genau den selben Effekt simuliert. Das Model wird scharf abgebildet und der Hintergrund unscharf.

Und warum das ganze?

Das seht ihr auf diesem Bild. Dadurch, dass der Hintergrund unscharf ist, wir die Aufmerksamkeit des Auges noch stärker auf den scharf abgebildeten Teil des Fotos gelenkt. Man konzentriert sich automatisch mehr auf den Hauptakteur und weniger auf das unwichtige Drumherum.

Ich hoffe ich konnte euch ein paar kleine Tricks verraten, mit denen eure Kinderfotos noch schöner werden, als sie ohnehin schon sind!

********

Diesen und weitere interessante Artikel findest du in der Barrio App. Hast Du schon? Super! Ansonsten: Hole dir dort Inspiration für Freizeitaktivitäten, verabrede dich in der App mit Eltern in deiner Nähe zu Playdates. Und finde dort außerdem Gutscheine und andere Vergünstigungen. Jetzt App installieren: bit.ly/barrio-app

Unseren Newsletter bekommst Du hier