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April 10, 2019 9:00 am

Kindergarteninterview mit Melanie Epp

Natürlich haben wir zu dem brisanten Thema richtiges Kindergarteneintrittsalter auch Melanie Epp befragt. Melanie Epp ist die Gründerin und Geschäftsführerin des bekannten Kindermodelabels nyani und als unsere Chefin hat sie vor gut einem Jahr die BARRIO App ins Leben gerufen und leitet auch dieses Unternehmen. 

Richtiges Kindergartenalter

BARRIO: Liebe Mel, Du bist Mutter von 3 Kindern und vielbeschäftigte, erfolgreiche Unternehmerin, da ist man auf einen Kindergarten bzw. die Betreuung der Kinder angewiesen, um das alles unter einen Hut zu bekommen. Wie siehst Du das? Was denkst Du ist das richtige Alter, um mit dem Kindergarten/Kita zu beginnen?

Melanie Epp: Pfffffffft…. das ist eine sehr schwierige Frage, die ich so gar nicht beantworten möchte. Pauschalmissionarisch kann ich nur sagen, daß bei der Entscheidung das Wohl der ganzen Familie berücksichtigt werden muß. Wenn die Eltern noch nicht bereit sind loszulassen, kann das mit der Fremdbetreuung auch nichts werden.

Ich erinnere mich, dass ich bei dem verzweifelten Versuch eine vorschwangerschaftsähnliche Figur zu erreichen zum Schwimmen gefahren war und Helena (damals 4 Monate, heute 16 Jahre) in die liebevollen Hände meiner erfahrenen Babysitterin gegeben hatte. Schon während der 10. Bahn bin ich aus dem Becken gesprungen, da ich der festen Überzeugung war, das Kind sei ziemlich sicher schon tot. Als ich dann mit einer relativ lahmen Begründung wieder zu Hause erschien, bekam ich ein liebevolles und erfahrenes Lächeln meiner Babysitterin und eine sehr fröhliche Helena zurück auf den Arm. Das war eben noch zu früh für uns.

Unterschiede beim Kindergartenstart

BARRIO: In welchem Alter sind Deine Kinder in den Kindergarten oder die Kita gekommen? Gab es einen Unterschied bei dem Kindergarteneintrittsalter von Deiner älteren Tochter und den beiden jüngeren Kids?

Melanie Epp: Nein, nein, gleiches Recht für alle! Wenn die Große schon so früh aus dem Haus durfte, dürfen die Kleinen das auch!

Meine Kinder haben alle mit 6 Monaten in der Krippe angefangen und wir haben uns auch recht zügig zur Ganztagsbetreuung hin entwickelt. Ich finde, dass hat uns allen gut getan und war die richtige Entscheidung. Meine Kinder sind auch alle sehr gerne in die Kinderkrippe und in den Kindergarten gegangen. 

Meine älteste Tochter Helena ist 16 und wurde in Berlin geboren und ist dort auch Krippen- und Kindergartenkind gewesen. In Berlin war ein Eintrittsalter mit 6 Monaten auch ganz normal. 9 Jahre später kam mein Sohn Henry in München im gleichen Alter in die Krippe. Da musste ich mir dann schon die Frage anhören, ob ich denn wirklich arbeiten gehen müsse und, dass auch noch den ganzen Tag, er war trotzdem sehr gerne da. Na und unser Nesthäckchen Georgina (3) ist eigentlich immer direkt ihrem großen Bruder nachspaziert.

Erfahrungen beim Kindergartenstart

BARRIO: Was sind Deine Erfahrungen gewesen? Kann man sagen, ob die Mädchen oder Dein Sohn es leichter hatten sich an den Kindergarten zu gewöhnen?

Melanie Epp: Ich frag heute beim Abendbrot mal nach, ich denke aber nicht!

BARRIO: Hast Du Tipps für eine schnelle und problemlose Eingewöhnung?

Tipps für die Eingewöhnung

Melanie Epp: Eine gute Frage, die ich mal aus der Mutterperspektive beleuchten möchte.

1. Bring Deinen eigenen Kaffee mit.

2. Nimm ein Buch oder eine Zeitschrift mit – das zeigt schon eine viel entspanntere Einstellung als ein Smartphone Laptop Auftritt (habe beides probiert – stimmt!)

3. Wenn Du merkst, dass die Sache läuft, die Erzieherinnen Dich aber noch nicht gehen lassen wollen, bring die bedürftige Verwandtschaft ins Spiel – niemals den Beruf

BARRIO: Gehen Deine beiden jüngeren Kinder gerne in den Kindergarten?

Melanie Epp: Henry geht schon in die Schule und das eigentlich aus gerne – würde er aber nicht zugeben und Georgina geht sehr gern in den Kindergarten. Und Helena ist in zwei Jahren schon mit der Schule fertig….. Die Zeit rast!

Ich glaube nicht, dass ich eigeninitiativ in der Lage wäre, den Kindern ein so inspirierendes und vielfältiges Programm anzubieten, selbst wenn ich es wollte. Meiner Meinung nach ist es auch sehr wichtig, daß Kinder sich mit anderen Kindern im gleichen Alter beschäftigen können, andere Lebensweisen und andere Konzepte kennenlernen. Ich bin ein Riesenfan von Kindergärten und Kinderkrippen.

BARRIO: Und noch eine abschließende Frage, war es leicht einen Kindergartenplatz zu bekommen oder wie hat sich die Situation dargestellt? 

Kindergartenplatz-Situation

Melanie Epp: In Berlin mit Helena war das ganz einfach, wir haben sogar direkt neben dem katholischen Kindergarten am Ludwigkirchplatz gewohnt und durften dann dort auch hin. (Naja, der Opa war sehr aktiv in der Kirche und alle kannten sich, vielleicht hab ich das nur so als einfach empfunden?!). Bei Henry hatte ich das Glück, daß Elly & Stoffl gerade ein neues Haus eröffnet hat und Georgina ist dann als Geschwisterkind nachgerutscht.

Wer hat es gemerkt? Alles private Einrichtungen – die Geschichte der drei mal 50 gescheiterten Bewerbungen an staatlichen Einrichtungen möchte ich nicht erzählen – ist ja hinlänglich bekannt.

BARRIO: Wir danken Dir, dass Du Dir trotz Deinem vollen Terminkalender Zeit für dieses aufschlußreiche Interview genommen hast und wünschen Dir neben Deinem anstrengenden Berufsleben viel Zeit mit Deiner Familie. 

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