Unangenehmes – Belastungen – Wahrnehmung

Liebe Mamas, liebe Papas,

meine Serie heißt belastende Geburtsituationen, aber wenn ich so darüber nachdenke, dann beginnt die ein oder andere belastende Situation schon in der Schwangerschaft.

Beginn bereits in der Schwangerschaft

Ich durfte mich neulich mit einer frischen Mama unterhalten und sie befragen: Was war für dich belastend?  Sie erzählte mir, dass die ersten Besuche beim Frauenarzt sehr eindrücklich waren. Mit Beginn der Schwangerschaft nahm sie wahr, dass nun viel weniger sie, die Frau, im Vordergrund stand.

Jetzt ging es mehr darum, nachzusehen ob es ihrem Baby im Mutterleib gut ging und ob ihr Körper als Mutter sich gut an die Schwangerschaft anpassen konnte. Plötzlich fehlte ihr etwas und sie wollte mehr als Frau mit ihrem Wandel in der Schwangerschaft wahrgenommen werden. Hier fühlte sich die junge Mutter mit der ich sprechen durfte, wie ein Objekt, wie ein Transportmittel. Sie fühlte sich nicht gesehen und nicht mehr Herr über ihren eigenen Körper. Ihre Frauenärztin, die sie schon lange begleitete war zum Glück sehr sensibel und half der jungen Mutter ihre Wahrnehmung zu kommunizieren. Sie fanden gemeinsam einen Weg um diesen belastenden Umstand für die junge Mutter in etwas Positives zu wandeln. Sie besprachen, wann die Untersuchungen definitiv notwendig waren und wann sie zum Beispiel das Abtasten des Muttermundes aussetzen konnte. 

Hilfestellungen können Erleichterung bringen

Diese Hilfestellung halfen der jungen Mutter auf dem Weg zum Muttersein und gaben ihr das Gefühl zurück eine eigenständige, freie Person und Frau zu sein, die über ihren Körper bestimmen kann, auch als werdende Mutter. Diese Erzählung der jungen Mutter war für mich sehr eindrücklich. Sie gibt wieder, wie wichtig es ist, seiner eigenen Wahrnehmung zu folgen und das auch zu kommunizieren. 

Eigene Wahrnehmung kommunizieren

Gerade in der Schwangerschaft und unter der Geburt kommt es häufig vor, dass Frauen sich übergangen fühlen, dass sie sich ausgeliefert fühlen und sich einem System ausgeliefert sehen, was abläuft und sie sich nicht wehren können.   Genau hier kann aus einer Belastung ein Trauma entstehen, wenn man sich nicht ernstgenommen fühlt. Bitte passt gut auf euch auf! Sprecht mit eurem behandelnden Arzt, mit eurer Hebamme und bezieht euren Partner in diese Gefühle mit ein.

Deutsches Gesundheitssystem bietet viel Schutzmöglichkeiten

Unser Gesundheitssystem in Deutschland bietet werdenden Müttern viel Schutz und Möglichkeiten an, sodass die Schwangerschaft geschützt und sicher verlaufen kann, zum Beispiel der Mutterschutz im Arbeitsrecht und die Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft.  Aber ihr dürft wählen, was ihr davon annehmen möchtet und ihr dürft euch mitteilen, wenn ihr euch überfahren und ausgeliefert fühlt. 

Eigene Wahrnehmung als Ratgeber

Es ist wichtig, denn besonders auf dem Wege zum Elternwerden ist die eigene Wahrnehmung ein wichtiger intuitiver Ratgeber. Achtet darauf! Die Vorsorgeuntersuchungen, die wir in Deutschland haben dienen der Sicherheit für Mutter und Kind. Sie dienen dazu, die Entwicklung des Kindes und die Gesundheit der Mutter im Auge zu haben. Sie bieten die Möglichkeit, rechtzeitig zu handeln, wenn sich Probleme abzeichnen.

Dazu ein Link der BZGA

Liebe Grüße

Eure Stefanie

Beitragsfoto: Von Von Natalia Deriabina shutterstock.com

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