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März 11, 2019 9:00 am

Buchvorstellung: Mein Andersopa, eine berührende Geschichte

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Mein Andersopa

von Rolf Barth und Daniela Bunge

Opa ist immer für Nele da, wenn ihre Mama keine Zeit hat. Er ist ihr bester Freund und Opa zugleich. Opa ist ein feiner Herr mit weißem Hemd und Sakko. Er ist immer freundlich, grüßt indem er den Hut hebt. Nele unternimmt viel mit Ihrem Opa, sie gehen spazieren und angeln, backen Kuchen und besuchen Oma auf dem Friedhof. Nach den Sommerferien, in die Opa in diesem Jahr nicht mitkommen wollte, ist nichts mehr viel vorher.

Die Veränderung

Als Nele ihn besucht als sie wieder zu Hause ist, kann sie es kaum glauben, Opa ist unrasiert und im Schlafanzug, am helllichten Nachmittag! Am nächsten Tag ist es nicht viel anders, als sie ihn abholen will, wartet er nicht wie sonst. Wieder ist er noch im Schlafanzug und wundert sich was Nele will. Auf dem Friedhof steckt er der Nachbarin sogar die Zunge raus, statt freundlich zu grüßen.

Opa ist total anders

Was ist nur los mit ihrem geliebten Opa? Er ist auf einmal ganz anders, vergißt immer mehr, manchmal sogar ihren Namen. Mama ist in großer Sorgen, als er sich immer mehr verändert. Kann man denn nichts machen? Alles hat sich verändert, Nele paßt nun auf den Andersopa auf nicht mehr anders herum. Es gibt gute und schlechte Tage, eins ist aber immer gleich Nele ist immer für den Andersopa da.

Ein bißchen ist es so, als habe Nele 2 Opas den Opa von früher und den Andersopa.

Gebundene Ausgabe: 32 Seiten, in der Größe 25,1 x 0,9 x 25,1 cm

empfohlenes Lesealter 5 – 7 Jahre

Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (24. September 2018)

ISBN-13: 978-3446260573

Der Autor Rolf Barth war als Universitätsdozent, Rundfunkjournalist, Konzept- und Drehbuchautor fürs Fernsehen und das Theater tätig und schreibt Musicals, Familienshows, Rundfunkbeiträge und Kolumnen. 20 Jahre Erfahrung als Prinzipal eines Zauber-Mitmach-Theaters für Kinder hat er auch vorzuweisen, was man in seinem Erstlingswerk bei Hanser deutlich merkt. Aktuell tritt er als Geschichtenerzähler mit seinem Lesetheater auf.

Daniela Bunge studierte Pädagogik in Regensburg und legte ihr Diplom als Illustratorin an der Fachhochschule für Design in Münster ab. Sie lebt als Illustratorin in Berlin.

In „Mein Andersopa“ stellt Nele fest,  dass sich ihr geliebter Opa ganz plötzlich verändert, manchmal ist er so gar nicht wieder zu erkennen.

Rolf Barth und der Illustratorin Daniela Bunge ist es gelungen, sich mit dem Thema Altersdemenz auf eine liebenswerte, einfühlsame und gut verständliche Art auseinander zu setzen.

Sensibles Thema verständnisvoll aufgearbeitet

Es ist meisterhaft mit welcher Leichtigkeit und Sensibilität mit dem schweren Thema umgegangen wird und wie kindgerecht es aufbereitet wird. Verständlich für Klein und Groß. Nele stellt sich den Veränderungen und ihre Liebe für den Opa lassen sie mit allem fertig werden, was auf sie zukommt, auch wenn es nicht immer einfach ist und sie oft bis an ihre Grenzen fordert. Der Leser schließt Nele und den Andersopa sofort ins Herz und gemeinsam erlebt er alle Situationen mit den beiden mit.

Altersdemenz und Alzheimer sind eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft, umso wichtiger ist es sie bereits für die Kinder zu thematisieren und das ist dem Autor und der Illustratorin mit Bravour und Brillianz gelungen.

Ein großartiges, einfühlsames, lehrreiches Kinderbuch, was sich mit einem heiklen Alltagsthema beschäftigt und auf liebevolle Weise den Kindern zeigt mit einem Andersopa oder einer Andersoma umzugehen. Selten hat mich ein Buch so berührt und tief bewegt.

Die Schreibweise ist verständlich und kindgerecht, die Illustrationen sind sehr treffend, liebevoll und warmherzig. Besser kann man sich diesem Thema nicht nähern.

Fazit: Dieses Buch sollte in keinem Kinderzimmer fehlen, egal ob in dem Haushalt ein dementer Mensch betreut wird oder nicht. In diesem Buch kann man fürs Leben lernen und bekommt Herzensbildung.

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