350 Kilometer durch die Toskana

Nach zwei Tagen am Gardasee ging es für uns entlang der wunderschönen Westküste des Sees Richtung Livorno. Mit insgesamt 350 Kilometern durch die Lombardei und die Toskana war diese Etappe wieder eine etwas Längere. Mittlerweile schien unsere Tochter aber schon so an die Autofahrt gewöhnt, dass wir mit nur zwei Stopps zügig vorankamen und den Ausblick während der kurvigen Berg- und Talfahrt richtig genießen konnten. Ich habe mich wie in einer Werbung für Olivenöl gefühlt.

In Livorno haben wir einen Campingplatz gewählt, der nur zehn Fahrtminuten vom Fähranleger entfernt ist.  Hier treffen sich viele Elternzeitreisende, die entweder gerade von Sardinien oder Korsika ankommen oder am nächsten morgen dorthin aufbrechen. Die meisten bleiben nur für eine Nacht.

Es empfiehlt sich übrigens den ersten Großeinkauf für die Insel noch auf dem Festland zu machen, da die Preise auf den Inseln doch höher sind und man sich so die Zeit und den Stress spart nach der Ankunft mit hunderten anderen Wohnmobilreisenden in einem der Hypermercato einzukaufen.

 

Mit der Fähre nach Olbia

Am nächsten Morgen sind wir in aller Hergottsfrühe zum Fähranleger aufgebrochen. Die Verschiffung verlief ohne langes Warten (hier waren wir etwas unvorbereitet und haben nur das nötigste in die Taschen stopfen können). Hier kann ich allen Familienreisenden, egal ob mit Kleinkind oder Baby, wirklich nur empfehlen: Bucht euch eine Kabine und nehmt ausreichend Verpflegung mit. Die 50 oder 100 Euro sind es wert, egal ob Tag- oder Nachtfahrt. Denn an oder unter Deck ist es voll, laut, kalt und teuer.

Elternzeitreise mit dem Bulli nach Sardinien

Porto Sosálinos – Naturcampingplatz und Elternzeitparadies

Unser erstes Ziel nach der Ankunft in Olbia: Der Campingplatz Porto Sosálinos, der circa eine Stunde südlich von Olbia liegt. Die Atmosphäre dort ist wirklich einmalig und unterscheidet sich von allem was wir sonst an Camping auf Sardinien gesehen haben. Wunderschöne, terrassierte Stellplätze unter Pinien, Holzbungalows, die an Thailand erinnern, Pflanzen und Blumen wie in Mexiko und eine Hausbucht mit türkisfarbenem Wasser. Die Staff waren wirklich so freundlich, kinderlieb und die Pizza, für die dreimal die Woche der riesige Ofen befeuert wurde einfach einmalig. Da waren wir – angekommen im Elternzeitparadies. Nach gerade mal zwei Tagen haben sich bei uns eine Tiefenentspannheit und Entschleunigung eingestellt, so wie ich sie seit meinen letzten Schwangerschaftswochen nicht mehr erlebt habe. Happy parents, happy baby. Uns gefiel es dann tatsächlich auch so gut, dass wir unseren Aufenthalt einige Tage verlängert haben.

Elternzeitreise mit dem Bulli nach Sardinien

Sardinien on the road – entlang der Costa Rei Richtung Süden

Unser Roadtrip entlang der Westküste Sardiniens führte gleich zu Anfang durch das Gorropu Gebirge. Serpentinen rauf, Serpentinen runter, links die Felswand, rechts der Abhang. Für mich definitiv nervenaufreibend aber der Ausblick entschädigt dann doch irgendwie und hat man das Gebirge erst hinter sich gelassen reiht sich ein Traumstrand an den nächsten. Von Arbatax über die Costa Rei bis nach Cagliari ganz im Süden – man hat die Qual der Wahl.

Hier kommt unsere Auswahl an Stränden, Stopps und Stellplätzen an der West- und Südküste Sardiniens:

1. Spiaggia di Cea

Unsere erste Nacht on the Road hat uns auf den Stellplatz Area Attrezzata Camper Baia Cea geführt. Was auf den ersten Blick wie ein etwas in die Jahre gekommener Trailer Park wirkte, hat sich nach kurzer Begehung als ein wirklich toller Stellplatz unter großen Eukalyptusbäumen (ja, ihr lest richtig, bis dato war uns auch nicht bekannt, dass es auf Sardinien riesige Eukatyptuswälder gibt) mit einer total gemütlichen Strandbar entpuppt. Im Nachhinein hätten wir dort auch noch eine Nacht und einen Tag länger verbringen können. Vom Strand aus, hat man einen super Ausblick auf die rote, zerklüftete Felsen, die dort ein paar hundert Meter weit im Meer einfach so aus dem Wasser ragen. Für Babies ist der Strand perfekt, da es ganz flach ins Wasser geht.

Elternzeitreise mit dem Bulli nach Sardinien

2. Costa Rei

An der Costa Rei kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Wir hatten uns für eine Nacht den Campingplatz Le Dune ausgesucht. Dort kann mit dem Wohnmobil oder dem Camper wirklich ganz weit vorne am Strand stehen und wer Glück hat trifft in einer der vorgelagerten Salinen sogar auf Flamingos.

3. Punta Molentis, Villasimius

Die Aussichten entlang der Küstenstraße weiter Richtung Süden sind wirklich einmalig schön. Unser Highlight im Süden war definitiv die Spiaggia Punta Molentis, eine Badebucht mit wieder einmal kristallklarem Wasser und feinstem Sandstrand. Der von der Hauptstraße abzweigende weg dorthin ist nicht befestigt, für kleinere Campervans oder PKWs aber kein Problem. Am anderen Ende des Strandes liegt das Restaurant I Due Mari. Der Fußmarsch vom Parkplatz dorthin ist es definitiv wert! Wir hatten dort den leckersten, frischesten Fisch während unserer ganzen Zeit auf der Insel. Plant einen Besuch aber lieber unter der Woche, wir waren “spontan” an einem Sonntag da und es war ziemlich trubelig.

Elternzeitreise mit dem Bulli nach Sardinien

4. La Caletta

An unserem letzten Tag auf Sardinien, wir hatten Zeit bis abends die Fähre von Olbia Richtung Festland ablegt, haben wir spontan noch bei der Spiaggia La Caletta gehalten und dort zum Abschluss noch einmal einen richtig schönen Tag am Strand verbracht. La Caletta liegt einen Katzensprung südlich von Budoni und ist circa eine Autostunde von Olbia entfernt. Geradezu karibisch seicht geht es dort ins Wasser, an der Restaurant-Bar gibt es sogar Duschen (ganz praktisch wenn es nach dem Strandtag direkt zur Fähre geht) und naja, vor dir das Meer und hinter dir die Berge – wieder eine Aussicht, die nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen gespeichert bleibt.

Elternzeitreise mit dem Bulli nach Sardinien

Nun aber genug der schönen Aussichten, und Elternzeitschwärmereien. Ihr könnt es euch wahrscheinlich denken, unser Sardinien-Fazit fällt mehr als gut aus. Wir kommen definitiv wieder!

Danke, liebe Clarissa von https://www.instagram.com/call.me.clarice/

Nutzt ihr eure Elternzeit auch zum verreisen? Schreibt uns und erzählt hier im BARRIO-Magazin davon.

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