Gemeinsam mehrere Monate Elternzeit zu nehmen und auch längere Zeit zu reisen stand für uns schon früh fest. Da wir meistens am liebsten mobil mit unserem Camper in Europa reisen und auch schon in Kalifornien mit einem „mobile home“ unterwegs waren, haben wir uns entschieden auch mit Kind die Tour mit dem rollenden Zuhause zu wagen.

Nach insgesamt fünf Wochen gemeinsamer Elternzeitreise kann ich abschließend sagen: Es war genau die richtige Entscheidung! Wir haben jede Menge tolle Sachen mit unserem Kind erlebt, schöne Orte kennengelernt und sind als Familie gewachsen. Diese Erfahrungen möchte ich hier in meinem Reisebericht mit euch teilen.

Die Wahl der Strecke, oder: Der Weg ist das Ziel

Das tolle an der Elternzeit ist nun mal die „Zeit“. Ich erinnere mich, dass wir, Anfang zwanzig, drei Freundinnen, ein alter Opel Astra, die Strecke Hannover – Barcelona in 20 Stunden gefahren sind – fast ohne Pausen wohlgemerkt. Das waren andere Zeiten und wir wollten es mit unserem Camper, einem VW T4 mit Klappdach und Wohnmobilausbau gemächlicher angehen lassen.

Nachdem uns ein fantastischer Campingplatz auf Sardinien empfohlen wurde, stand das Ziel unserer Reise fest. Nun galt es, sich Kind-kompatible Etappen zu überlegen. Einfach drauf losfahren wie früher funktioniert nicht mehr, die Kleine gibt vielmehr den Takt vor. Zeit für Essen, Schlafen und Toben muss eingeplant werden, damit die lieben Eltern den Urlaub auch genießen können.

Von Berlin nach Bayern in 10 Stunden

Unsere Etappen: Von Berlin soll es nach Bayern an den schönen Schliersee gehen, dann weiter nach Südtirol zum Kalterer See und anschliessend an den Gardasee. Von dort aus dann nach Livorno um die Fähre nach Sardinen zu nehmen. Für diese Strecke haben wir uns eine Woche Zeit genommen und ganz nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ zwei Übernachtungen, also eineinhalb Tage pro Etappenziel eingeplant. Abgesehen von der ersten Etappe Berlin-Schliersee, sollten die Fahrzeiten wenn möglich 4 Stunden nicht überschreiten.

 

Die erste Strecke von Berlin nach Bayern zum Schliersee mit knapp 650 Kilometern lief super. Mit einem acht Monate altem Baby, das zwar nicht besonders gerne festgeschnallt ist aber dafür verlässlich alle zwei bis drei Stunden schläft, konnten wir auch die erste und gleichzeitig längste Strecke mit einer langen Mittags- und einer Kaffeepause in 10 Stunden problemlos zurücklegen.

Rund um den Schliersee gibt es verschiedene Wanderrouten. Der Seerundweg und Baumerlebnispfad ist mit einer Streckenlänge von 7,3 Kilometern sogar für die Kleinsten super geeignet. Wir sind mit dem Buggy prima auf den Schotter- oder asphaltierten Radwegen klargekommen. Auf halber Strecke kann man übrigens wunderbar für eine Brotzeit auf der Rixneralm einkehren.

Elternzeitreise mit dem Bulli nach Sardinien Elternzeitreise mit dem Bulli nach Sardinien

Südtirol – mediterranes Feeling mit Alpenpanorama

Für unserer zweiten Stop in Südtirol haben wir den Campingplatz Gretl am See südwestlich von Bozen ausgesucht. Die Lage direkt am Kalterer See (der übrigens der wärmste Badesee der Alpenregion ist) ist für Familien wirklich toll: Es gibt dort eine schattige Liegewiese direkt am Wasser und einen breiten Steg. Der Eintritt im Schwimmbad mit Seezugang direkt nebenan ist für Campinggäste übrigens gratis. Hier ist für Familien mit älteren Kindern auch mehr Platz zum Spielen und Toben.Nach eineinhalb Tagen Aufenthalt, ging es für uns nach einem kurzen Abstecher dann weiter in Richtung Italien.

Gardasee und Limone Sul Garda

Die meisten Besucher zieht es an das Ostufer des Gardasees – wir haben uns für die ruhigere Westseite bei Limone Sul Garda entschieden. Ein malerisches Örtchen mit terrassierten Berggärten in denen sich Zitronen- und Olivenbäume aneinanderreihen. Den Campingplatz Nanzel am südlichen Ende des Ortes kann ich allen uneingeschränkt empfehlen, die auf Camping mit Club-Atmosphäre und Animation gerne verzichten. Stattdessen bekommt man hier Ruhe pur, einen Kiesstrand und die terrassierten Stellplätze bieten einen fantastischen Ausblick über den See. Nach nur einer knappen Woche on the road hatten wir bereits so viele schöne Eindrücke gesammelt und das Gefühl ewig unterwegs zu sein. Dabei lag das große Ziel Sardinien doch noch vor uns.

 

Elternzeitreise mit dem Bulli nach Sardinien

Unsere Erfahrungen auf der Insel teile ich im zweiten Teil unseres Reiseberichts mit euch.

Nächste Woche kommt Teil II des Reiseberichts von Clarissa https://www.instagram.com/call.me.clarice/

Ihr plant auch eine Elternzeitreise? Oder bleibt lieber zuhause und genießt die Zeit daheim? Ganz gleich was ihr vorhabt, schreibt uns!

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