So feiert Corinna Weber, die Autorin von MUDDIS Welt, mit ihrer Familie Weihnachten, nachdem ihr 2019 das Schlimmste passiert ist, was einer Mutter geschehen kann.

Die letzten 20 Jahre haben wir Weihnachten fast immer gleich verbracht: Wir haben uns an Heiligabend mit der ganzen Familie getroffen, zusammen gegessen, danach beschert und dann ging jeder wieder seiner Wege. Wahrscheinlich wie in zig anderen Familien auch. 

Gemütliche Familienweihnachten bei Corinna von MUDDIS Welt

Als meine und später auch die Eltern meines Mannes verstorben waren haben wir von 2016 bis 2018 mit den Kindern am 24. Dezember Abends belegte Brote gemacht und danach gemütlich beschert. Wir haben uns über die Feiertage eingeigelt und uns die Zeit mit Filme gucken, spielen und essen vertrieben. Unser Baum wurde immer am 23. Dezember aufgestellt und am 24. Dezember morgens gemeinsam geschmückt. Auch da wieder: Traditionen, wie sie so viele andere vermutlich auch kennen. 

2019 das schlimmste Weihnachten, was man sich denken kann

Dann kam Weihnachten 2019… das schlimmste „Fest der Liebe“ das wir bis dahin erleben mussten.

Wir hatten gut zwei Monate zuvor unsere kleine Tochter Ronja bei einem Autounfall verloren, elf Tage vor ihrem zweiten Geburtstag. Keinem war wirklich nach Weihachten zumute. Aber da war noch Svenja, unsere Mittlere, schwerst körperlich behindert und auf den Rolli angewiesen, aber kognitiv super fit. Sie war damals sieben Jahre alt und verstand nicht, warum Weihnachten quasi „ausfallen“ sollte. Immerhin wäre Ronja doch noch irgendwie da und wollte auch Weihnachten dabei sein. Für uns Erwachsenen (mich als Mutter, meinen Mann und unsere große Tochter Manuela) stand allerdings von vornherein fest, dass wir dieses Weihnachten nicht wie all die Jahre zuvor würden feiern können. Wir haben uns also dann dazu entschlossen erst am 25. Dezember morgens zu bescheren. So haben wir dem Ganzen ein wenig die Routine genommen. Jeder bekam Geschenke, auch unsere kleine Ronja, darauf hatte Svenja bestanden (und ich ehrlich gesagt auch). Dann haben wir in Ruhe gefrühstückt und versucht, den Tag irgendwie rum zu bekommen.

Dieses Jahr werden wir es genauso machen. Wir werden auch wieder am 25. Dezember vormittags bescheren, danach auf den Friedhof gehen und zusammen frühstücken. Wir werden Filme gucken, mit Svenja spielen und mit einem Lächeln an Ronja denken. 

Der 24. Dezember hat für uns den „Zauber der Weihnacht“ zwar fast gänzlich verloren, aber wir werden uns für die kommenden Jahre einfach ein neues „Weihnachtsritual“ erschaffen das sich für uns alle irgendwie gut anfühlt.  

Mehr über die Autorin lest ihr auf ihrer Homepage.

Und schaut euch auf jeden Fall Corinnas Adventskalender auf FB oder Instagram an.

Mehr zu Corinna Weber lest ihr im Magazin


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