Eine juckende Entzündung der Haut ohne klare Ursache

Liebe Mamas, liebe Papas,

Neurodermitis! Wir konnten es nicht glauben, aber ganz plötzlich gehörte dieses Wort zu unserem Alltag. Unsere damals 9 Monate alte Tochter entwickelte ganz plötzlich merkwürdigen Stellen auf der Haut, die wir uns als junge, unerfahrene Eltern, die wir damals waren, nicht erklären konnten. Sie traten plötzlich auf. An den Augenliedern, in den Ellenbeugen, manchmal an einer Kniekehle, manchmal an beiden. Auch auf dem kleinen Bauch traten sie auf.

Gerötete, trockene, schuppige Haut

Die Haut war diesen Stellen stark angegriffen. Erst gerötet, dann trocken, schließlich schuppig. Und es juckte sie fürchterlich. Vor allem in der Wärme des Bettes war unser Kind kaum zu beruhigen. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Sie musste sich kratzen, fühlte sich unwohl und weinte viel. Durch das viele Kratzen wurden die Stellen blutig und nach einer Weile kamen lokale Entzündungen dazu. Nun nässte die Haut und es erschienen gelbliche Krusten. Der Kinderarzt diagnostizierte Neurodermitis und wollte mit Cortison behandeln. Das wollten wir gar nicht und begannen unsere Suche nach Ursachen und alternativen Behandlungsmöglichkeiten.

Was war geschehen? 

Ich hatte voll gestillt und noch immer bekam unserer Tochter morgens eine Stillmahlzeit. Wir hatten die Nahrungsumstellung ganz langsam durchgeführt und uns an alle, 1992 empfohlenen Vorgaben gehalten.

Unser Kind war 9 Monate alt und es war Erdbeeerzeit. Wir hatten unser Töchterlein diese wunderbaren roten, süßen Früchte probieren lassen und sie fand sie herrlich. Offensichtlich hatten diese Früchte eine uns unbekannte allergische Bereitschaft ausgelöst und diese „Allergie“ zeigte sich auf der Haut. Zum Glück ließ sich die Neurodermitis bei unserer Tochter gut behandeln. Nahrungsmittel die bekannt dafür sind Allergien auszulösen wie Weizen, Eier und Kuhmilch haben wir unserer Tochter nicht mehr gegeben. Wenn wir unsere Tochter mit für sie bisher unbekannten Lebensmittel fütterten, beobachteten wir ihre Hautreaktion ganz genau. Bei unserer Tochter waren es Erdbeeren und Nahrungsmittel mit Bestandteilen von Haselnüssen, die neurodermitische Hautreaktionen auslösten.  Bei akuten Reaktionen konnten wir mit Mandelöleinreibungen helfen. Mandelöl linderte den Juckreiz und gab der Haut das Fett zurück, was sie brauchte um keine Schuppen zu entwickeln.

Unser Apotheker mischte uns das Mandelöl immer frisch und nutze natürliche Grundlagen. 

Die Neurodermitis zeigte sich mit dieser Einschränkung an Nahrungsmitteln zum Glück nie am ganzen Körper. Im Alter von ca 12 Jahren konnten wir nur noch ganz selten Reaktionen beobachten. Die Nahrungsmittel muss sie heute nicht mehr einschränken.

Noch heute hat unserer Tochter eine empfindliche Haut, die schnell mit Rötungen auf Stress, Kälte und Wärme reagiert. Auch Etiketten an Kleidungsstücken, Polyester in der Kleidung führen schnell zu juckenden Reaktionen. 

Was ist Neurodermitis? 

Die Neurodermitis ist eine Erkrankung, die den ganzen Menschen betrifft und sich durch eine entzündliche Reaktion auf der Haut zeigt. 

Sie entsteht auf der Basis von 3 Faktoren:

?einer angeborenen Veranlagung, 

?durch eine Störung des Stoffwechsels,

?einer Überreaktion des Immunsystem. 

Sie wird durch unterschiedlichste Faktoren ausgelöst, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht definitiv zugeordnet werden können. 

Charakteristisch ist ein schubweises Auftreten einer entzündlichen, juckenden Reaktion der Haut.

Synonyme:

Atopische Dermatitis, atopisches Ekzem, endogenes Ekzem

Atopie: 

Atopie (griechisch ατοπία, atopía, ‚Ortlosigkeit‘) beschreibt in der Medizin die Neigung, mit Überempfindlichkeitsreaktionen, entsprechend einer allergischen Reaktionen des Soforttyps (Typ-I-Allergie), auf den Kontakt mit ansonsten harmlosen Substanzen aus der Umwelt zu reagieren. 

Behandlungsmöglichkeiten:

Schulmedizinisch gilt die Erkrankung als nicht heilbar und wird symptomatisch behandelt:

  • Fetthaltige Salben, 
  • Cortisonhaltige Salben
  • Antihistamin
  • Beruhigende Medikamente um den Juckreiz zu stillen
  • Rückfettende Bäder

In der Alternativen Heilkunde gibt es verschiedene Herangehensweisen, die die individuelle Situation der Erkrankung betrachten z.B. Schwermetallbelastung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Darmsymbiose, familiäre Disposition usw.

Liebe Mamas, liebe Papas, für uns war die Erkrankung unserer Tochter ein wichtiger Schritt um uns mit verschiedenen Heilmöglichkeiten zu beschäftigen und eine individuelle, nachhaltige Hilfe für unser Kind zu finden.

Diese Erkenntnis beschäftigt uns bis heute und hilft uns, immer wieder neue Wege zu finden. Besonders wenn es darum geht medizinische Hilfe zu finden. 

Liebe Grüße Eure Stefanie

Beitragsfoto: Von kwanchai.cshutterstock.com

********

Diesen und weitere interessante Artikel findest du in der Barrio App. Hast Du schon? Super! Ansonsten: Hole dir dort Inspiration für Freizeitaktivitäten, verabrede dich in der App mit Eltern in deiner Nähe zu Playdates. Und finde dort außerdem Gutscheine und andere Vergünstigungen. Jetzt App installieren: bit.ly/barrio-app

Unseren Newsletter bekommst Du hier