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Februar 3, 2019 9:00 am

Osteopathie

Liebe Mamas, liebe Papas,

in den letzten Artikeln habe ich immer wieder die hilfreiche Wirksamkeit der Osteopathie erwähnt.

Heute möchte ich Euch einen tieferen Einblick in diese alternative Therapieform geben.

Osteopathie als alternative Therapieform

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der amerikanische Arzt Andrew T. Still (1828-1917) eine ganzheitliche, manuelle Behandlungsmethode, die die Schulmedizin bis heute sinnvoll ergänzt und erweitert.

Er erkannte, dass der Körper mit all seinen Strukturen als eine Einheit betrachtet werden sollte, die die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu heilen.

Körper als Einheit mit Selbstheilungskräften

Eine ungestörte Beweglichkeit aller Strukturen im Körper ermöglicht eine optimale Funktion. So sind Knochen, Muskeln und Faszien wichtige Gewebe die dem Körper seine Struktur geben und uns Bewegung schenken. Auch Organe haben eine schützende Faszienhülle. So kann es durchaus durch Spannungen, die im Bewegungsapparat entstehen auch zu Einschränkungen von Organfunktionen kommen und andersherum.

Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen haben ihre Ursache nicht immer dort, wo die Symptome auftreten, denn über das Bindegewebe stehen alle Strukturen im Körper miteinander in Beziehung und beeinflussen sich gegenseitig.

Bewegungseinschränkungen und Spannungen aufspüren

Während einer osteopathischen Behandlung erspürt der Osteopath/in mit geschulten Händen und erfahrenen Kenntnissen in Anatomie und Physiologie Stellung, Beweglichkeit und Qualität der Gewebe. Er spürt Bewegungseinschränkungen und Spannungen auf, wie sie z.B. durch Unfälle, Geburt, Narben, bei chronischen Erkrankungen, nach Operationen oder nach Infekten auftreten können und behandelt Dysfunktionen ausschließlich mit seinen Händen.

So können nicht nur Störungen des Muskelskelettsystems, sondern auch Probleme, die die Organe betreffen oder das Schädel-Kreuzbein-System behandelt werden. Jede Behandlung eines dieser Systeme hat immer auch einen Effekt auf die anderen Systeme.

Zu Beginn einer Behandlung wird eine ausführliche Anamnese (Beschwerden, Geburtsverlauf, Schwangerschaftsverlauf, Vorerkrankungen von Mutter und Kind usw.) erstellt.

Dann überprüft der Osteopath zur eigenen Diagnose mit seinen Händen den ganzen Körper des Patienten auf gestörte Strukturen.

Osteopathie bei Geburtstrauma

Hat Dein Baby zum Beispiel ein Geburtstrauma, erlitten, was sich zum Beispiel durch sehr viel Schreien, Schlafstörungen, Saugstörung oder auch Darmkoliken zeigt, so ist die nun folgende Behandlung ganz individuell auf Dein Baby abgestimmt. Mit sanften Dehntechniken und Mobilisierung innerer Organe bis hin zu Adjustierung der Gelenke bringt der Osteopath den Körper zur Selbstheilung.

Häufig hat ein Baby gerade im Halswirbelbereich durch die Geburt oder eine langanhaltende Stellung im Mutterbauch eine minimale Verschiebung der Kopfgelenke, was oft zu Spannungen im Nervensystem führt.

Nach der Behandlung kehrt Entspannung ein und die Symptome die wir wahrnehmen konnten, lindern sich von allein. Die Beweglichkeit einer Struktur kehrt zurück, das Nervensystem beruhigt sich, es verbessern sich Durchblutung, Stoffwechsel und Beweglichkeit.

Wann ist eine osteopathische Behandlung angezeigt?

  • Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen
  • Geburtstraumata (Zangen- oder Saugglockengeburt)
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Schlafschwierigkeiten
  • Intensive Schreiphasen
  • Verdauungsbeschwerden (Koliken)
  • Saugschwierigkeiten
  • Bevorzugen einer Brustseite
  • Seitlich geneigter Kopf
  • Berührungsempfindlichkeit des Nackens
  • Schädelasymmetrie mit Abflachung des Hinterkopfs und asymmetrische Gesichtszüge
  • Auffällige Seitenungleichheit bei der Bewegung der Arme und Beine

Was solltet ihr beachten:

Sucht nach einem Osteopathen/in mit der Zusatzqualifikation Kinder-Osteopathie

Die Zusatzqualifikation erwirbt sich ein Osteopath mittels 18-monatiger Zusatzausbildung.

Auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Kinder- Osteopathie (DGKO) findet ihr entsprechende Therapeuten

https://www.kinderosteopathen.de/mitgliederliste/

Viele gesetzliche Krankenkassen akzeptieren mittlerweile die osteopathische Behandlung und übernehmen einen Teil der Kosten:

Liste von gesetzlichen Krankenkassen, die anteilig Behandlungskosten für die osteopathische Behandlung übernehmen

Ich habe für euch eine aktuelle Studie zur osteopathischen Behandlung von Säuglingen gefunden:

Studie zur Osteopathie vom 08.01.19 “ Osteopathie hilft Säuglingen nebenwirkungsfrei“

Liebe Grüße

Eure Stefanie

Liebe Stefanie, wir danken Dir für diesen hilfreichen Bericht für unsere Leser. Bereits morgen haben wir für unsere Leser ein interessantes Interview, welches Du mit einer Osteopathin geführt hast.

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