Im Kampf gegen Mobbing sind unsere gebündelten Kräfte erforderlich. Wir als Eltern müssen unsere Kinder unterstützen, für sie eintreten und sie stärken. Wie wir das am besten machen, lest ihr hier.

6. Spielt Rollenspiele mit Euren Kids

Kinder versetzen sich gerne in die Rolle ihrer Helden, wie Cowboys und Indianer, Ritter, Zauberer, Feen etc. Sie wählen dabei bewusst starke und heldenhafte Charaktere, das kann man sich beim Rollenspiel zu nutzen machen, und somit Mobbing den Kampf ansagen. Willst Du auf spielerische Weise das Verhalten des Kindes in verschiedenen Mobbing-Situationen trainieren, dann wählt man eine Situation aus und bittet das Kind sich eine Figur auszuwählen und dann mal so auf die Situation zu reagieren, wie es sein Held tun würde. Dabei kommen kreative Ansätze heraus, die das Kind sich dann für seine realen Mobbing-Situationen merken kann. Außerdem erkennt es, dass man nicht als das Opfer aus diesen Begebenheiten herausgehen muss. 

Lösungsansätze im Kampf gegen Mobbing

Mit älteren Kindern kannst Du auch konkret Situationen üben, wie sie im Kindergarten oder der Schule vorfallen. Es gilt nicht mit gleichen Mitteln zurückzuschlagen, sondern sich andere Methoden auszudenken. Am besten solche mit denen der Mobbing-Täter nicht rechnet.  Das Üben verhilft dem Kind dazu Ideen und Lösungsansätze mit in den Alltag zu nehmen und dort einzusetzen. Es nimmt ihm aber auch die panische Angst vor erneuten Mobbing-Situationen. Auch lernt es, dass man nicht ausgeliefert ist, sondern immer selbst entscheidet, wie man reagieren möchte. 

7. Lest Euren Kindern Mentalgeschichten vor

Diese Geschichten haben durch ihre spezielle Erzählweise einen direkten Einfluss auf die Fantasie deines Kindes und verändern die Bilder in seinem Kopf beziehungsweise lassen positive mentale Bilder entstehen. Das Kind muss nichts tun, nur den Geschichten regelmäßig zuhören, um gestärkt zu werden.  Mentalgeschichten fördern das Selbstbewusstsein und entspannen gleichzeitig. Wenn man entspannt ist, kann man auch viel cooler reagieren, als wenn man nervös und ängstlich ist. Ihr findet diese Geschichten im Internet bzw. im Buchhandel. 

8. Lenkt den Fokus des Kindes auf positive Dinge

Durch das Mobbing ist das Kind in seinem Leben sehr auf Negatives ausgerichtet. Wer negativ denkt oder fühlt, zieht genau diese Dinge immer wieder in sein Leben. Sorgt also unbedingt dafür, dass die Kids ihre Sichtweise ändern und das Positive in ihrem Leben sehen können, damit sich diese in ihrem Leben ausdehnen kann. 

9. Stärkt die kommunikativen Fähigkeiten Eures Kindes

Generell ist es wichtig, viel mit den Kindern zu reden und sie zu Unterhaltungen anzuregen, anstatt sie mit Smartphone oder Tablet in ihrem Zimmer verschwinden zu lassen.  Damit sich Kinder in Mobbing-Situationen wehren können, ist es wichtig, dass man mit ihnen gemeinsam an ihren kommunikativen Fähigkeiten arbeitet. Das funktioniert am besten in Diskussionen oder Streitgesprächen. Lasst Euch also häufiger mal auf Diskussionen ein, auch wenn diese nerven oder Ihr gerade gar keine Zeit dafür habt.  Bei Diskussionen sollte man das Kind immer seine Meinung sagen lassen, ihm zuhören, ihm nie den Mund verbieten und es auch nicht auslachen, oder einfach abrupt das Gespräch beenden, auch wenn es darum geht, ob es im Sommer die Gummistiefel ins Schwimmbad anziehen darf.  Die Kleinen brauchen das Gefühl, ernst genommen zu werden, dann werden sie auch Diskussionen außerhalb der Familie nicht mehr aus dem Weg gehen, sondern sich Gehör verschaffen. 

10. Kampf gegen Mobbing heisst keine übergehorsamen Kinder zu erziehen

Wenn Euren Kindern absoluter Gehorsam zu Hause abverlangt wird, dann sind sie es gewohnt, sich auch im Alltag alles gefallen zu lassen und nicht für sich selbst einzutreten. Besonders brave Kinder sind deshalb häufiger Mobbing-Betroffene. Achtet darauf, auch die Kinder für sich eintreten zu lassen und ihnen einige Freiheiten zu lassen.  Wenn man lernt, sich hin und wieder gegen die eigenen Eltern durchzusetzen, dann traut man sich das auch bei anderen. 

11. Sorgt dafür, dass Euer Kind soziale Kontakte hat

Je mehr Freunde Kinder haben, umso weniger laufen sie Gefahr von Mobbing betroffen zu werden. Außenseiter und Kinder mit wenig Freunden werden vom Täter ausgesucht, da sie ohne Unterstützung sind. Außerdem geben Freunde Halt und Sicherheit.  Wenn man den Wohnort wechselt, sollte man Vereine aufsuchen, damit Kinder schnell wieder neue Bekannte treffen und ein soziales Umfeld aufbauen können.  Und noch eine Bitte zum Schluss, gebt Eurem Kind nie das Gefühl, selbst an der Mobbing-Situation schuld zu sein, denn erstens stimmt das nicht und zweitens wird dadurch alles nur noch schlimmer, denn Betroffene fühlen sich ohnehin selbst schuldig. Sie brauchen Liebe, Vertrauen, Unterstützung und Verständnis. 

Hier lest ihr den ersten Teil unseres Beitrages

Beitragsfoto: Von Brian A Jacksonshutterstock.com

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