Vier gute Ideen

Es beginnt schon im Sandkasten: „Sharing is caring“, dieser in nicht nur im Englischen so überaus beliebte Satz von Eltern, um ihre Kinder zum gemeinsamen Teilen anzuhalten. Dieser Trend setzt sich unter dem Schlagwort „Sharing Economy“ seit geraumer Zeit auch unter Erwachsenen fort. Kurz gesagt bedeutet der Begriff: Wir vernetzen uns unter Gleichgesinnten, um unsere Zeit, unsere Interessen, unser Können oder unsere Besitztümer zu teilen – ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Die Sharing Economy funktioniert immer dann besonders gut, wenn wir durch sie erstens weniger Dinge verbrauchen, zweitens neue Begegnungen erleben und damit Menschen erreichen, die ansonsten keinen Zugang zu den geteilten Ressourcen hätten. 

Wer jetzt sagt, dass er Teilen grundsätzlich gut findet, aber mit seinen Kindern leider keine Zeit mehr dafür findet, für den haben wir hier ein paar gute Ideen gesammelt. 

Carsharing – ohne eigenes Auto in den Urlaub

Kein neues Konzept, aber insbesondere dann interessant, wenn man wie wir eben doch eher in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder gleich zu Fuß unterwegs ist. Kindersitze lassen sich häufig mit ausleihen, und anstatt wertvollen Raum in der Stadt das Jahr über zuzuparken, können wir flexibel wählen, ob wir eher einen Camper für den Strandurlaub oder ein Umzugsmobil brauchen. Das Auto ist so eine Bereicherung und keine Belastung für Mensch und Natur. 

Couchsurfing – ein warmes Willkommen

Die Website vermittelt überall in der Welt genau das, was im Namen steht: Eine Couch zum Übernachten; oft verbunden mit dem Versprechen, den Neuankömmling durch die schlafende Stadt zum persönlichen Lieblingsrestaurant zu bringen. Im besten Fall reist man mit dem Gefühl weiter, einen neuen Freund an einem neuen Ort getroffen zu haben. Anders als der Name vermuten lässt, haben viele Gastgeber nicht nur eine alte Couch, sondern oftmals ganze Zimmer im Angebot und häufig selbst Kinder. Anstatt in einem anonymen Hotelzimmer wird man in einem Zuhause willkommen geheißen. 

Housesitting – ideal für Reisefamilien

Eine weitere großartige Möglichkeit, an neue Orte zu reisen und dabei die ausgetretenen Pfade zu verlassen, ist die Pflege eines Hauses. Auch hier gibt es mittlerweile mehrere Webseiten. Häufig müssen Hunde, Katzen oder andere Tiere versorgt werden oder die Besitzer sind einfach froh, dass jemand in ihrer Abwesenheit ihr Heim belebt. Fröhliche Gesichter bei den Kindern bei der Haustierbetreuung gibt’s gratis dazu.

Foodsharing – Lebensmittel retten

Als Foodsaver können wir in Deutschland überschüssiges Obst, Brot, Gemüse und alles andere retten, was noch lecker, aber in Supermärkten in Zeiten des Hochglanzgemüses abends nicht mehr verkäuflich ist. Schon für Erwachsene ist es beeindruckend zu sehen, wie viel Essen in unserer Gesellschaft noch eine zweite Chance bekommen darf (und wie viel sonst weggeschmissen würde). Kinder lernen so die Wertschätzung für den Aufwand, mit dem wir unsere Lebensmittel herstellen.

Teilen für die Zukunft

Wir können nicht von unseren Kindern verlangen, dass sie teilen, und ihnen etwas anderes vorleben. Sie können von uns lernen, dass es gut ist, zu geben und auch, etwas von anderen anzunehmen. Richtig angewandt können wir die Sharing Economy also nicht nur mit unseren Kindern nutzen, sondern auch für unsere Kinder: Indem wir ihnen ein Miteinander vorleben, dass die Ressourcen unseres Planeten schont und ihn damit auch zukünftig lebenswert macht.

Olaf Bernstein

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Beitragsfoto von Olaf Bernstein

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