Liebe hitzegeplagte Eltern,

als verantwortungsvolle Mütter und Väter cremen wir in diesen Tagen natürlich unserer Kinder ein – was die Sonnencremetube so hergibt – und denken, wir machen alles richtig. Aber ist das wirklich so? Gerade bei Säuglingen gibt es dabei Einiges zu beachten.

Sonnencreme für Babys?

Babys Haut kann noch nicht so richtig schwitzen, da es noch nicht so viele Schweißdrüsen entwickelt hat wie wir Erwachsene. Nutzt ihr also Sonnenmilch- oder creme, verschließt ihr die Schweißdrüsen und reduziert so die Möglichkeit der Selbstkühlung des kleinen Körpers.

Keine Sonnencreme im ersten Lebensjahr!

Eigentlich reicht ein Kinderwagen mit UV-Schutz und Sonnensegel. Vor allem aber hilft Schatten. Setzt euer Baby möglichst nicht der direkten Sonneneinstrahlung aus. Nutzt leichte Kleidung aus Leinen und anderen Naturfasern. Wenn es dann doch noch freie Haut gibt, cremt sie ein, aber bedenkt, dass euer Baby jetzt nicht mehr gut schwitzt, sich also selbst nicht mehr abkühlen kann.

Stefanie Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein, Kinderkrankenschwester, Heilpraktikerin, Homöopathin, Co-Founder MamiConcierge

Es ist sinnvoll einen Sonnenschutz zu nutzen, der keine chemischen Inhaltsstoffe enthält, da diese unmittelbar von der Haut aufgenommen werden und eurem Baby schaden können. Es können auch Allergien entstehen. Manchmal könnt ihr sofort eine Hautreaktion sehen. Es entsteht eine Rötung, häufig mit Pickelchen. Manchmal entwickelt sich eine Allergie aber auch erst später und der Zusammenhang zur Sonnenmilch ist gar nicht mehr nachvollziehbar.

Am besten entscheidet ihr euch für eine mineralische Bio-Sonnenmilch. Die macht zwar ziemlich weiß, aber immer noch besser als sonnenbrandrot.

Mineralische Sonnencreme bedeutet, dass der Sonnenschutz durch natürliche Mineralien wie Titanium- oder Zinkoxid hergestellt wird. Die Mineralien bilden einen schützenden Film auf der Haut, dringen aber nicht in tiefere Hautschichten vor und reflektieren die UV-Strahlung. Nutzt Lichtschutzfaktor 50 und tragt den Schutz bereits 30 Minuten vor Sonneneinstrahlung auf.

Der Sonnenmilch-Check: Worauf achten?

In vielen Pflegeprodukten ist Erdöl verarbeitet. Das lagert sich im Leber-, Nieren-, und Lungenfunktionsgewebe an und kann die Funktion der Organe schädigen. Zudem legen sich die Wirkstoffe wie ein Film über die Haut. Die Haut kann nicht atmen.

Hinter diesen Begriffen versteckt sich Erdöl:

Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline.

Auch Silikone sind aus Erdöl gewonnene Kunststoffe. Auf der Haut bilden sie einen Film, der die Haut schön glatt und geschmeidig erscheinen lässt. Aber dafür ist die natürliche Regeneration der Haut massiv behindert. 

Hier verstecken sich Silikone:

Dimethicone, Methicone, Polysiloxane oder Cyclomethicone.

Auch nicht so gut sind Parabene. Die gehören in die Gruppe der Konservierungsstoffe. Sie sorgen zwar für eine lange Haltbarkeit Deines Produktes, haben aber auf empfindlicher Babyhaut nichts verloren. Sie sind außerdem dem weiblichen Sexualhormon Östrogen sehr ähnlich und es wird vermutet, dass sie auf den menschlichen Hormonhaushalt einwirken und ihn durcheinanderbringen. Parabene lagern sich in unserem Körper an und belasten Niere und Leber.

Das sind Parabene:

Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Isopropylparaben und Isobutylparaben.

Vorsicht auch, bei so genannten Nanoinhaltstoffen. Dies sind besonders kleine Partikel, die bisher noch nicht nachhaltig erforscht sind. Da sie sehr, sehr klein sind, ist es möglich, dass sie ins Gewebe eindringen und sich im Körper anlagern können.

Es lohnt sich also, auf die Inhaltsstoffe der Sonnencremes zu schauen. Dabei hilft euch auch ToxFox. Hier könnt ihr das Produkt checken und im Geschäft scannen. https://www.bund.net/chemie/toxfox/

Sonnige Grüße,

eure Stefanie

 

Habt ihr Fragen an unsere Expertin? Schreibt uns.

 

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