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Juni 11, 2020 9:00 am

Tipps gegen Schüchternheit und Ängste bei Kindern

Viele Kinder leiden unter Unsicherheit und Angst in verschiedenen Ausprägungen. Je früher man etwas dagegen unternimmt, desto besser, denn Angst und Unsicherheit können sich im Laufe der Entwicklung verschlimmern und begünstigen zum Beispiel Mobbing, Ausgeschlossen werden und können in schlimmen Formen bis hin zu Angstzuständen gehen.  Will man etwas gegen die Angst bei Kindern tun, ist nichts so wichtig wie Geduld. 

Konsequentes Üben ist angesagt

Man muss immer wieder gemeinsam üben und ihr solltet die Tipps auch dann umsetzen, wenn sie erstmal keinen Erfolg zeigen. Es ist wichtig immer und immer wieder zu unterstützen und zu vertrauen, dass sich die Ergebnisse schon einstellen werden. Jeder Mensch ist unterschiedlich und so benötigt auch jeder seine eigene Zeit um mit derartigen Sachen fertig zu werden. 

Elterlich Fürsoge und Vorsicht nicht übertreiben

Wir möchten unsere Kinder vor allen Gefahren bewahren, das ist auch absolut richtig so. Achte nur darauf, dass du nicht zu ängstlich und vorsichtig bist, denn das macht dein Kind ebenfalls ängstlich.  Vermeide Sätze, wie „Tu dir nicht weh“, „Sei vorsichtig“ etc. und ersetze sie durch ermunternde Sätze wie „Schau mal, wie ich das mache, dann kannst du es selbst auch.“, „Achte auf den Verkehr, dann kommst du gut über die Straße“ etc. Wenn man die Vorsichtsmaßnahmen in ermunternde Sätze packt, dann bekommen die Kinder keine Angst und haben Vertrauen, wenn sie die Dinge selbst machen. 

Traue Deinem Kind etwas zu

Gehe immer davon aus, dass die Situationen, in die sich dein Kind begibt, gut ausgehen werden, anstatt im Kopf das schlimmste Szenario durchzuspielen. Hast du selbst positive Bilder im Kopf, kannst du diese auch deinem Kind vermitteln und es wird spüren, dass du davon überzeugt bist, dass es die Dinge kann. Das stärkt das Selbstvertrauen und mindert die Angst. 

Arbeite mit Mut-Mach-Geschichten

Die Quelle der Angst liegt im Unterbewußtsein, das heißt, dass man ruhig sagen kann, dass es keinen Grund zur Angst gibt. Wenn das Kind allerdings erschreckende Bilder im Kopf hat, wird es auch weiterhin von Angst verfolgt sein. Das kann bei dem Mann oder dem Monster unter dem Bett genauso der Fall sein, wie bei schlimmeren Szenarien.  So wie unser Unterbewusstsein negativ beeinflußt wird, zum Beispiel durch Filme, die nicht kindgerecht bzw. dem Alter entsprechend sind oder durch Gespräche, die Kinder zufällig mit anhören, kann man das Unterbewusstsein auch positiv anregen. 

Bei Kindern geschieht dies auf einfache Art und Weise durch sogenannte Mentalgeschichten, die positive Suggestionen einsetzen und gleichzeitig die Kinder zur Ruhe kommen lassen.  Hören Kinder diese Geschichten immer wieder, wird langsam aber sicher Selbstbewusstsein aufgebaut und die Angst verschwindet.  Am besten liest man diese Mentalgeschichten direkt vor dem Einschlafen vor, denn dann dringen sie umso tiefer ins Unterbewusstsein, da wird zu diesem Zeitpunkt besonders offen und aufnahmefähig sind.  Mentalgeschichten bekommt man im Buchhandel, wie auch im Internet. 

Achte auf Deine Wortwahl

Nenne dein Kind nie „kleiner Feigling“ oder „Angsthase“, selbst wenn du es liebevoll meinst. Bei deinem Kind kommt nur Feigling oder Angsthase an, und dies prägt sich in seinem Unterbewusstsein ein. Das führt dazu, dass genau das eintreten wird, was du immer und immer wieder sagst, nämlich dass dein Kind unsicher und ängstlich wird, statt wie du eigentlich beabsichtigt hast, mutig und stark.  Richte deinen Fokus auf die Stärken deines Kindes und lass es wissen, wie stolz du auf es bist und warum. 

Sei Deinem Kind ein Vorbild

Kinder möchten wie wir Erwachsenen sein, gerade Mama und Papa sind für sie anfangs die Helden, die sie kopieren. Hast du ein sehr ängstliches, nervöses und schüchternes Kind, solltest du bei dir schauen, ob du dies ausstrahlst. Bist du in Alltagssituationen oft ängstlich? Begibst du dich lieber nicht in ungewohnte Situationen?  Hast du bei fremden Menschen ein ungutes Gefühl? Kinder beobachten uns sehr genau in allen möglichen Lebenssituationen und legen dann ein ähnliches Verhalten an den Tag. Wenn wir ängstlich sind, heißt das für das Kind, dass es selbst auch Angst haben muss.  Solltest du solche ängstlichen Strukturen bei dir feststellen, arbeite an deinem Selbstbewusstsein, dann wird sich das Selbstbewusstsein deines Kindes auch ändern. 

Keine Vergleiche mit anderen Kindern anstellen

Achte darauf, dass du dein Kind nicht mit anderen Kindern oder den eigenen Geschwistern vergleichst, das schwächt es zusätzlich. Sag niemals „Dein Bruder stellt sich ja auch nicht so an.“ oder „Peter hat doch auch keine Angst“.  Wenn man vergleicht, sollte man das Kind nur mit sich selbst vergleichen, indem man ihm bewußt macht, was es jetzt im Vergleich zu einer früheren Situation schon gelernt hat und wie es sich schon entwickelt hat. Dadurch wird das Kind stolz und das macht selbstbewusst und ermutigt so weiterzumachen. 

Mehr Infos und Tipps zum Thema bekommt Ihr am 18. Juni in unserem Magazinbeitrag.

Von phloxii shutterstock.com

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