Weihnachtszeit ist Backzeit! Die Weihnachtsbäckerei ist für viele ein liebevoll gepflegtes Ritual: Stimmungsvolle Musik, Teig kneten, ausrollen und ausstechen, naschen, backen, Punsch trinken. Aber gerade in der Vorweihnachtszeit naschen wir und unsere Kinder auch schon viel mehr als sonst … Da kann man beim gemeinsamen Backen mit den Kleinen ruhig mal auf raffinierten Zucker verzichten. 

Plätzchen ohne Zucker, geht das?

Huch! Plätzchen ohne Zucker? Geht das überhaupt? Ja, zumindest ohne raffinierten Zucker. Denn Alternativen zu weißem Haushaltszucker gibt es viele. Damit ihr nicht den Überblick verliert, stellen wir euch hier die Alternativen vor, die sich super für die Weihnachtsbäckerei eignen. 

Alternativen zum raffinierten Zucker

Insgesamt sind zum Plätzchen backen Zuckeralternativen besser geeignet, die eine ähnliche Konsistenz haben wie Haushaltszucker – zumindest, wenn ihr Zucker in euren klassischen Rezepten austauschen wollt. So könnt ihr eine gesündere Variante eurer Lieblings-Weihnachtsplätzchen backen und braucht euch nicht von lieb gewonnen Klassikern wie Vanillekipferl oder Zimtsternen verabschieden. 

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokosblüte hergestellt: Der Saft der Kokosblüten wird eingekocht und anschließend getrocknet. Er hat einen deutlich niedrigeren glykämischen Index als weißer Zucker, der Blutzucker steigt also nach dem Verzehr nicht so schnell an. Damit ist er eine gute Alternative zum normalen Haushaltszucker und kann in Weihnachtsrezepten gut 1:1 verwendet werden. Entgegen des Namens schmeckt Gebäck mit Kokosblütenzucker übrigens nicht nach Kokos. Vielmehr gibt Kokosblütenzucker Backwaren eine leichte Karamellnote, gleichzeitig ist er nicht ganz so süß wie weißer Zucker. 

Dattelsüße 

Bei Dattelsüße handelt es sich um getrocknete und dann pulverisierte Datteln – also natürliche Süße pur. Klar, auch Datteln enthalten Fruchtzucker, nämlich ganze 66%. Die restlichen 34% aber sind Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Auch sie sind damit eine super Zuckeralternative für die weihnachtliche Backstube. Bei einer 1:1 Verwendung von Dattelsüße werden die Gebäcke etwas weniger süß als mit Zucker. 

Xylit

Xylit, auch als Birkenzucker bekannt, wird, wie Haushaltszucker auch, industriell hergestellt – und zwar aus Holzfasern. Die Herstellung ist relativ aufwendig, deswegen ist Xylit auch teurer als Haushaltszucker. Xylit hat eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker, aber 40% weniger Kalorien. Außerdem hat Xylit eine antikariogene Wirkung, beugt also Karies vor. Im Hinterkopf sollte man aber immer behalten: Xylit kann bei zu hohem Konsum eine abführende Wirkung haben. Bei Erwachsenen gelten Mengen bis 20 Gramm als unproblematisch, bei Kindern entsprechend weniger.  Beim Backen kann Haushaltszucker 1:1 durch Xylit ersetzt werden. Nur bei Hefegebäck ist er nicht erste Wahl: Die Hefepilze können Xylit nicht so gut verarbeiten wie Haushaltszucker, deswegen wird Hefegebäck mit Xylit nicht ganz so fluffig.

Wählt euch eure Lieblingsalternative

Welche Zuckeralternative ist also die beste? Das kommt letzten Endes auf die persönlichen Vorlieben an – mögt ihr es lieber natürlich oder sind Industrieprodukte ok, ist euch der ökologische Fußabdruck wichtig, legt ihr Wert auf kalorienarmes Backen … 

Aber egal, für welche Zuckeralternative ihr euch entscheidet – gesund werden die Plätzchen damit noch lange nicht. Auch wenn die Plätzchen mit gesünderen Alternativen als Haushaltszucker gebacken werden, sind es dennoch Süßigkeiten: Nicht zum Sattessen gedacht, sondern für die gemütlichen Stunden, mit Punsch und den Lieben auf der Couch. 

Autorin: Anna Kukla von leckerhasenbrot.de

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