Muttermilch- was sie so einzigartig macht

Liebe Mamas, liebe Papas,

für viele frische Mamas und Ihre Neugeborenen ist das Stillen gar nicht so einfach! Besonders in den ersten Wochen nach der Geburt, ist das Stillen ganz oft verbunden mit Unsicherheit und Schmerzen. Erst nach einer Zeit der Gewöhnung gelingt es die Vorteile des Stillens zu wertschätzen und Mama und Baby fühlen sich gemeinsam zunehmend wohler. Sie finden beide Nähe und Entspannung bei den wertvollen Momenten des Stillens.

Wunder Muttermilch

Um Euch zu unterstützen diesen anfänglich schwierigen Weg für Euch und Euer Baby zu gehen, möchte ich Euch dieses Wunder Muttermilch näher bringen.

Industriell gefertigte Babynahrung besteht auf Basis von Kuh, Ziegen- oder Sojamilch und bekommt wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme zugesetzt.

Zusammensetzung der Muttermilch:

  • Laktose (Milchzucker) als Kohlehydrate
  • Lipide (Milchfette) als Fette
  • Proteine (Eiweiße) als wichtige Nährstoffe und Energielieferanten
  • Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente 
  • Hormone
  • Enzyme
  • Humane-Milch-Oligosaccharide (HMO), sie sind neben den Lipiden und Proteinen der drittgrößte Bestandteil der Muttermilch

HMO sind für die gesamte Entwicklung wichtig

HMO sind besonders wichtig für die Entwicklung eines gesunden Darms für eure Babys. Sie unterstützen das Gleichgewicht des Immunsystems. Da sie nicht verdaut werden, erreichen die HMO ihren Einsatzort, den unteren Darm (Dickdarm), unverändert. Dort fördern sie das Wachstum guter Darmbakterien und lassen so weniger Raum für schlechte Bakterien. Sie stärken die Darmbarriere-Funktion, d.h. sie schützen damit vor dem Eindringen potentiell schädlicher Stoffe vom Darm in den restlichen Körper-Kreislauf. Außerdem binden sie schädliche Darmbakterien an sich, so dass diese zusammen mit dem jeweiligen HMO in der Windel landen und keinen Schaden mehr anrichten können. Ein geringer Teil der HMO gelangt sogar in den Blutkreislauf und kann dort seine Wirkung entfalten.

Ein weiterer besonders wichtiger Aspekt, den nur du als Mama deinem Baby mit deiner Muttermilch gibst, sind die über hundert Bakterienarten.

Gesunde Bakterien

Aktuelle Studien besagen, dass etwa 30% der nützlichen Bakterien im Darmsystem gestillter Babys direkt aus der Muttermilch stammen. Etwa 10% stammen von der Haut der mütterlichen Brust durch den Kontakt beim Stillen. Die Bakterien aus der Muttermilch trainieren das Immunsystem des Säuglings, helfen die Nahrung zu verdauen, und schützen vor schädlichen Keimen. Mit diesen nützlichen Bakterien kann euer Baby ein gesundes Darmmikrobiom aufbauen.

Es schützt u.a. vor Magen-Darm-Infekten, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Leukämie, Allergieentwicklung, Neurodermitis, Asthma, Nahrungsunverträglichkeiten und Fettleibigkeit. 

Stillberatungen

Damit der Stillbeginn und die Stillzeit schön sein kann und die Mamas nicht aufgeben, da das Stillen einen so wichtigen Beitrag zur gesunden Entwicklung eines Neugeborenen leistet, wird auf die Ausbildung von Laktationsexperten und die zugewandte, fachlich versierte Betreuung der frischen Mamas immer mehr wert gelegt. Solltet Ihr Schwierigkeiten beim Stillen haben, so lasst Euch dringend helfen! Eure Hebamme oder eine Laktationsberatung wird euch helfen!  Gebt nicht auf, denn die Muttermilch ist so wertvoll für den Start ins Leben für euer Baby.

Beim Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e. V. könnt ihr euch informieren, wo es eine Laktationsberatung in eurer Nähe gibt.

Liebe Grüße eure Stefanie

Foto: Von Pixel-Shot shutterstock.com

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