Natürlich gibt es nicht nur Depressionen, die im Zusammenhang mit der Schwangerschaft bzw. nach der Geburt auftreten. Laut dem Robert-Koch -Institut  leidet in Deutschland jeder Zehnte über 18 Jährige an Depressionen. Depressionen beeinträchtigen das Leben der Betroffenen schwer und werden sehr häufig unterschätzt. Umso wichtiger ist es, sie zu erkennen, damit man eine Behandlung einleiten kann. Es gibt gute Therapiemöglichkeiten für die Betroffenen. 

Symptome erkennen

Heute wollen wir Euch deshalb einen Symptome-Katalog zur Erkennung von Depressionen an die Hand geben. Treten mehrere dieser Anzeichen gemeinsam über einen längeren Zeitraum auf, kann eine zu behandelnde depressive Symptomatik vorliegen. Es ist ratsam, wenn man bei sich eine Depression vermutet, einen Arzt aufzusuchen und sich nicht zu scheuen Hilfe anzunehmen. 

Nun zu den Symptomen:

? Manche Betroffene erzählen, dass sie eine unbegründete tiefe Traurigkeit und innere Leere empfinden, von der sie nicht sagen können, wo sie herkommt.

? Auch große Ängste stellen die Betroffenen häufig bei sich fest.

? Wieder andere erzählen, dass sie sich von ihren Gefühlen und Emotionen abgetrennt fühlen, nicht mehr in der Lage sind etwas zu empfinden. 

? Depressionen sind oft von Hoffnungslosigkeit, Pessimismus, Hilflosigkeit und Wertlosigkeit begleitet.

? Viele Betroffene geraten sehr leicht in Stress und können sich kaum alleine daraus lösen. 

? Es kann auch vorkommen, das Betroffene häufig von Schuldgefühlen geplagt werden. 

? Nicht selten kommt es vor, dass Menschen mit Depressionen lustlos sind und ihr Interesse an Sachen, die ihnen mal Freude gemacht haben, total verlieren. 

? Es treten veränderte Gewohnheiten auf.

? Konzentrationsprobleme und Erinnerungsvermögen können beeinträchtigt sein. 

? Liegt eine Depression vor, fällt es den Menschen oft schwer die einfachsten Entscheidungen zu treffen.

? Neigung immer wieder über Dinge nachzudenken, oft auch in der Vergangenheit liegende Ereignisse. 

? Einige Betroffene ziehen sich total zurück und meiden jeden sozialen Kontakt. Nicht selten hört man sie sagen, dass sie am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben würden. 

? Es können Partnerschaftsprobleme auftreten. 

? Bei vielen Betroffenen liegt eine Angst und Abneigung vor, sich den alltäglichen Anforderungen und Dingen zu stellen. 

? Depressionen können die Sexualität und Libido verändern. 

? Viele Menschen leiden an Schlafstörungen, sind ruhelos oder finden gar keinen Schlaf. Dadurch sind sie morgen kaputt und kommen nicht gut aus dem Bett oder verschlafen.

? Depressionen können auch mit einem veränderten Essverhalten einher gehen, sei es Appetitlosigkeit oder auch übermäßiger Hunger. 

? Übermäßiger Genussmittelkonsum kann auftreten.

? Auf der körperlichen Ebene treten häufig Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen, Atembeschwerden, Herzprobleme oder chronische, therapieresistente Schmerzen auf. 

? Im schlimmsten Fall denken depressive Menschen oft an den Tod, Selbstmord oder zeigen ein selbstverletzendes Verhalten. 

Bei „iFightDepression“ kann man einen kostenlosen und anonymen Selbsttest machen.  Hier könnt Ihr Hilfe finden:

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat ein Info-Telefon Depression eingerichtet. Erreichbar unter (08 00) 33 44 5 33 am Mo., Di. und Do. 13-17 Uhr sowie Mi. und Fr., 8.30–12.30 Uhr.

Mehr über die Deutsche Depressionshilfe erfahrt Ihr hier.

In dringenden Fällen: Ärztlicher Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen, telefonisch erreichbar unter 116 117 (rund um die Uhr)

Beitragsfoto: By michaelheimshutterstock.com, Foto im Beitrag: By Tolikoff Photography shutterstock.com

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