grid | list

Februar 10, 2019 9:05 am

Wie viel Fernsehen ist gut für unsere Kinder

Eine Frage, die sich alle Eltern, im Laufe der Entwicklung ihrer Kinder stellt, wollen wir heute mal genauer unter die Lupe nehmen.

Wie viel Fernsehen ist gut für die Kids?

Das ist eine interessante und gleichsam schwer zu beantwortende Frage, die sich allen Eltern früher oder später stellt. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich selbst vor Jahren in dieser Situation war und mir jeder gute Ratschläge dazu geben wollte.

Eins steht fest, beim 1. Kind kann man noch besser und bewußter mit dem Fernsehkonsum umgehen, als wenn bereits ein Geschwisterkind im Haushalt lebt, welches Fernsehen schauen darf.

Nicht zu früh beginnen

Was auch fest steht, man sollte nicht zu früh mit dem Fernsehkonsum starten. Experten empfehlen nicht vor dem 3. Lebensjahr damit zu beginnen. Sie geben zu bedenken, dass die Kinder vorher auch noch nicht in der Lage sind die gezeigten Geschichten zu erfassen und zu verstehen.

Achten auf emotionale Reaktionen

Eltern müssen auf jeden Fall auf die emotionalen Reaktionen der Kinder auf die gezeigten Filme achten. Sensible Kinder könnten sich schneller ängstigen, als die Eltern denken und das muss vermieden werden.

Sind ältere Geschwister im Haushalt, muss generell eine Möglichkeit gefunden werden, dass die Kleineren nichts konsumieren, was nicht für sie gedacht ist.

Begrenzte Fernsehzeiten

Dreijährige sollten nicht mehr als 10 Minuten täglich vor dem Fernseher verbringen. Vier- bis Sechsjährigen kann man 30 Minuten täglich erlauben. Die Zeit für Sieben- bis Zehnjährigen sollte nicht über 45 Minuten liegen, Elf- bis Dreizehnjährigen ­dürfen dann schon eine Stunde vor der Glotze verbringen.  „Lassen Sie sich auf keine Verhandlungen ein, stellen Sie ruhig einen Wecker“, rät die Expertin und Medienwissenschaftlerin Dr. Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentral­instituts für das Bildungs- und Jugendfernsehen (IZI) in einem Interview mit Barbara Weichs für Baby und Familie vom 17.5.2016.

Ab dem Grundschulalter kann man mal eine Ausnahme machen, damit die Kinder einen Film bis zum Ende ansehen können, aber man muss das vorab auch so kommunizieren, denn sonst versuchen Kinder ihrerseits die Fernsehzeiten auf sehr einfallsreiche Art und Weise auszudehnen.

Gezielt vorher altersgerechte Sendungen auswählen

Man sollte auf keinen Fall den Fernseher einschalten und die Kinder sich selbst überlassen. Vieles macht Kindern Angst und Eltern sollten die Sendungen gezielt, altersgerecht auswählen. Hilfe hierzu kann man auf

www.flimmo.de finden. Das Programm wird dort von Medien­experten bewertet.

Bei Fernsehanfängern sollten die Eltern mit dabei sein

Wenn Eurer Kind erste Erfahrungen mit dem Fernsehen macht, solltet Ihr auf jeden Fall mit auf dem Sofa vor dem Fernseher sitzen, um zu sehen, wie die Kleine reagiert. Eventuelle Beunruhigungen und Fragen sollten sofort geklärt werden. „Ab der dritten Klasse kann man ein Kind auch schon mal alleine gucken lassen“, sagt Dr. Maya Götz als Expertin zum Thema.

Fernsehen hat viel zu bieten, wenn es richtig eingesetzt wird

Kinder lieben Geschichten und die bekommen sie im Fernsehen erzählt. Sie treffen auf liebenswerte Figuren, die sie mögen und mit denen sie sich identifizieren. Wer möchte nicht so schlau sein wie Wickie oder so tolle Sachen machen wie Pippi. Die Figuren ermuntern sie, machen ihnen Mut und regen die eigene Kreativität der Kinder an. Aber denkt immer daran, dass die Kinder Auszeiten brauchen mit genügend Anregungen in der realen Welt, damit sie spielen und ihre eigenen Abenteuer erleben können.

Große Rolle des Fernsehens in den heutigen Familien

Mit circa dreieinhalb Stunden durchschnittlicher Nutzung pro Tag spielt das Fernsehen innerhalb des Familienalltags eine große ­Rolle heutzutage. Kinder lernen den Umgang mit dem Fernsehen von ihren Eltern und neigen dazu auch deren Verhalten zu kopieren. Umso wichtiger, dass Eltern bewußt mit dem Fernsehen umgehen und dies den Kindern vorleben.

Kritisch mit Medien umgehen

Es ist wichtig die Kinder an die neuen Medien heranzuführen, der kritische Umgang ist dabei das A und O.

Eltern müssen sich selbst aktiv und immer wieder neu damit auseinandersetzen, um ­ihre Kinder im Umgang damit fit zu machen und natürlich auch zu schützen.  Moderne Medien üben eine enorme Anziehung auf die Kids aus, setzen hohe Reize und das ist auf Dauer sehr anstrengend für das Gehirn.  

Alles was man in richtigem Maße nutzt, kann man gut nutzen.

********

Diesen und weitere interessante Artikel findest du in der Barrio App. Hast Du schon? Super! Ansonsten: Hole dir dort Inspiration für Freizeitaktivitäten, verabrede dich in der App mit Eltern in deiner Nähe zu Playdates. Und finde dort außerdem Gutscheine und andere Vergünstigungen. Jetzt App installieren: bit.ly/barrio-app

Kategorisiert in: ,

Stichwörter: , ,